Der chinesische Elektroautobauer BYD kontert aktuelle Absatzrückgänge auf dem Heimatmarkt mit einer technologischen Offensive rund um die neue "Blade Batterie 2.0". Während die Verkäufe in China unter neuen Steuern und hartem Wettbewerb leiden, übersteigen die Exporte erstmals die Inlandsnachfrage. Für Anleger verschiebt sich der Fokus damit zunehmend auf das internationale Wachstum des Konzerns.

Neue Batterie- und Ladetechnologie

Mit der zweiten Generation seiner Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) verspricht BYD eine um fünf Prozent höhere Energiedichte sowie eine verbesserte Langlebigkeit. Das Unternehmen kombiniert die Batterie mit dem neuen "Megawatt Flash Charging 2.0"-System. Dieses liefert an den Ladepunkten Spitzenleistungen von bis zu 1.500 Kilowatt. Laut BYD lässt sich der Akku so in nur fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent aufladen.

Ein zentraler Baustein der Infrastruktur ist die Integration von Energiespeichern direkt in die Ladestationen. Dadurch sind Ladevorgänge im Megawatt-Bereich auch an herkömmlichen 100-Kilowatt-Stromnetzen möglich. Das senkt die Installationskosten im Vergleich zu klassischen Systemen um rund 60 Prozent. Bis Ende dieses Jahres plant BYD, die Zahl seiner Schnellladestationen in China von aktuell knapp 4.250 auf 20.000 auszubauen.

Heimatmarkt schwächelt, Exporte florieren

Die Technologiepräsentation fällt in eine Phase deutlicher lokaler Nachfrageschwäche. Im Februar verkaufte BYD weltweit 190.190 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Es ist der sechste monatliche Verkaufsrückgang in Folge. Verantwortlich für diesen Trend sind neben einer neuen Kaufsteuer von fünf Prozent für Elektroautos auch ausgelaufene Subventionsprogramme sowie der zunehmende Wettbewerb im mittleren Preissegment durch Konkurrenten wie Geely und Leapmotor.

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Gleichzeitig verzeichnet das internationale Geschäft Rekordwerte. Erstmals übertrafen die Exporte die inländischen Verkäufe. Mit 100.600 verschifften Einheiten im Februar erzielte das Unternehmen im Jahresvergleich ein Exportplus von 50 Prozent. Auch in Europa gewinnt BYD Marktanteile: Im Januar überholte der Konzern mit über 18.000 Neuzulassungen Tesla, deren europäische Zulassungen im selben Zeitraum sanken.

Um das globale Wachstum abzusichern, erweitert BYD seine Produktionskapazitäten massiv. Ein neues Werk in Ungarn soll im zweiten Quartal die Serienproduktion aufnehmen. Zudem sind Fertigungsanlagen in Thailand, Usbekistan und Brasilien geplant, die künftig bis zu 300.000 Fahrzeuge jährlich produzieren sollen. Speziell für den brasilianischen Markt hob das Unternehmen das Verkaufsziel für das laufende Jahr auf 250.000 Einheiten an.

Vor den Jahreszahlen

Die Aktie notiert heute bei 96,60 HKD und reagiert damit unaufgeregt auf die gemischte Datenlage. In den ersten neun Monaten 2025 lag der Konzernumsatz bei rund 566 Milliarden Yuan und damit knapp 13 Prozent über dem Vorjahr.

Am 26. März veröffentlicht BYD den vollständigen Finanzbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Dieser Termin wird konkrete Daten liefern, wie sich die jüngsten Preisanpassungen sowie die Investitionen in die Ladeinfrastruktur auf die Gewinnmargen auswirken. Begleitet wird der Ausblick von Schätzungen der Deutschen Bank, die – gestützt durch die technologischen Neuerungen – für das laufende Jahr einen weltweiten Absatz von 4,9 Millionen Fahrzeugen erwartet.

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