BYD Aktie: Europas Chance
Neue handelspolitische Signale aus Europa und frische Analystenkommentare rücken BYD erneut in den Mittelpunkt. Während der chinesische Konzern Tesla beim Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge klar überholt hat, bleibt die Bewertung der Aktie umstritten. Entscheidend ist nun, wie sich die Kombination aus Europa-Strategie, Margendruck in China und dem Wert des Batteriegeschäfts weiter entwickelt.
Europa lockert – Kurssprung als Reaktion
In Brüssel wird derzeit diskutiert, die bestehenden Zölle auf Elektroauto-Importe durch ein Mindestpreissystem zu ersetzen. Diese mögliche Neuausrichtung der EU-Handelspolitik hat den Kurs von BYD heute in Hongkong zeitweise um bis zu 4,8 % nach oben getrieben.
Für BYD wären die Effekte klar:
- Margenpotenzial: Ein Mindestpreissystem könnte die Rentabilität der Exporte verbessern.
- Wachstumschance: Der Markteintritt in Europa würde erleichtert, da ein Teil der bisherigen Handelshürden abgebaut würde.
- Strategieunterstützung: Die ohnehin aggressive Auslandsexpansion bekäme zusätzlichen Rückenwind.
Damit würde ausgerechnet Europa zu einem wichtigen Hebel, um den Preisdruck im Heimatmarkt teilweise zu kompensieren.
Marktführerschaft mit Zahlen unterlegt
BYD hat Tesla 2025 offiziell als weltweit größten Verkäufer reiner Elektrofahrzeuge abgelöst. Die Führungsrolle basiert nicht auf Ankündigungen, sondern auf klaren Volumendaten:
- BEV-Absatz 2025: Rund 2,26 Millionen Fahrzeuge, fast 28 % mehr als im Vorjahr.
- Tesla im Vergleich: Etwa 1,64 Millionen ausgelieferte Fahrzeuge, verbunden mit einem Rückgang gegenüber 2024.
- Exportdynamik: Die Auslandsverkäufe von BYD legten im Jahresverlauf deutlich zu.
- Jahresende: Im Dezember gingen die Verkäufe allerdings um 18,2 % gegenüber dem Vorjahresmonat zurück.
Damit zeigt sich ein gemischtes Bild: starke Wachstumszahlen über das Gesamtjahr, aber eine deutlich schwächere Entwicklung zum Jahresende.
Bewertung: Batteriegeschäft im Fokus
Ein zentraler Punkt in der Diskussion um die BYD-Aktie bleibt die Bewertung. Das Analysehaus Bernstein hat sein „Outperform“-Votum jüngst bestätigt und verweist auf eine aus ihrer Sicht zu niedrige Marktbewertung.
Kern der Argumentation:
- Der Markt richte den Blick vor allem auf das Automobilgeschäft.
- Der Wert der Batterieaktivitäten werde weitgehend ausgeblendet.
- Nach Schätzungen von Bernstein ist das Batteriegeschäft allein fast so viel wert wie die aktuelle Gesamtmarktkapitalisierung von BYD.
Vor diesem Hintergrund sprechen die Analysten von einer möglichen Fehlbepreisung – zumal BYD nach Stückzahlen als weltgrößter E-Auto-Hersteller gilt und zugleich der zweitgrößte Batterieproduzent ist.
Konkurrenzdruck und Risiken 2026
Trotz der starken Position im Volumensegment verschärft sich der Wettbewerb. In China drängen Technologiekonzerne wie Huawei und Xiaomi in den Elektroauto-Markt und nutzen ihre bestehenden Plattformen und Nutzerökosysteme, um schnell Marktanteile aufzubauen.
Gleichzeitig wirkt der anhaltende Preiswettbewerb im Heimatmarkt auf die Margen. Das treibt BYD, die Auslandsmärkte weiter auszubauen. Hinzu kommen:
- Makroökonomische Unsicherheiten in China, die die Nachfrage nach Neuwagen dämpfen könnten.
- Auslaufende Subventionen im Inland, die das Wachstumstempo 2026 belasten können.
Für BYD wird damit entscheidend, wie erfolgreich das Unternehmen seine Exportstrategie – insbesondere nach Europa – umsetzt und ob die Kombination aus internationalem Wachstum und Batteriegeschäft ausreicht, um den zunehmenden Druck im Heimatmarkt auszugleichen.
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