BYD Aktie: Dramatischer Absturz zum Jahresstart
Die BYD-Aktie steht massiv unter Druck. Am Montag brachen die in Hongkong notierten Papiere um 8 Prozent ein und markierten damit den tiefsten Stand seit einem Jahr. Der Auslöser: katastrophale Auslieferungszahlen für Januar 2026.
Der chinesische Elektroautobauer verkaufte im ersten Monat des Jahres weltweit nur 210.051 Fahrzeuge – ein Einbruch von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit setzt sich die Abwärtsspirale fort: Es ist bereits der fünfte Monat in Folge mit rückläufigen Verkäufen. Besonders dramatisch entwickelten sich die Plug-in-Hybride, die erheblich zur Gesamtschwäche beitrugen.
Parallel zur Absatzkrise brach auch die Produktion ein. Sie fiel im Januar um 29,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahlen bestätigen, was sich seit Monaten abzeichnet: Der Heimatmarkt China schwächelt massiv, und BYD bekommt die Nachfrageflaute mit voller Wucht zu spüren.
Kollaps im gesamten Sektor
BYD steht nicht allein da. Der gesamte chinesische E-Auto-Sektor erlebt einen schwarzen Montag. Xpeng lieferte nur 20.011 Fahrzeuge aus – ein Minus von 34 Prozent zum Vorjahr. Die Aktie stürzte um 9 Prozent ab. Li Auto verzeichnete mit 27.668 ausgelieferten Einheiten ein Minus von 8 Prozent, der Kurs gab um 4 Prozent nach.
Selbst Hersteller mit positiven Vorjahresvergleichen konnten nicht überzeugen. NIO lieferte zwar 27.182 Fahrzeuge aus – fast doppelt so viel wie vor einem Jahr –, blieb aber deutlich unter dem Dezember-Niveau. Die Folge: ein Kursverlust von über 7 Prozent. Xiaomi verlor 3 Prozent, obwohl das Unternehmen mit rund 39.000 Auslieferungen einen Monatsrekord für die Marke aufstellte. Doch auch hier lag das Ergebnis unter dem Dezember-Wert.
Deutsche E-Autoprämie als Rettungsanker?
Ausgerechnet jetzt kommt Unterstützung aus unerwarteter Richtung: Deutschland legt die Elektroautoprämie wieder auf. Doch wird das BYD wirklich helfen? Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Center Automotive Research, sieht die Maßnahme kritisch: "Diese Aktion ist ein Geschenk und Verteilungspolitik gleichzeitig, doch wer sie wirklich braucht, kann das nicht nachvollziehen."
Sein Urteil: Die Prämie ist eher eine politische Entscheidung als eine wirtschaftlich sinnvolle Maßnahme. Dudenhöffer geht davon aus, dass vor allem Importeure profitieren werden – insbesondere chinesische Hersteller wie BYD, die mit günstigeren Fahrzeugen den Markt dominieren. Ob diese Stütze ausreicht, um die dramatischen Absatzprobleme in China zu kompensieren, bleibt mehr als fraglich.
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