BYD hat Tesla überholt. Der chinesische Autobauer lieferte 2025 weltweit 4,6 Millionen Elektrofahrzeuge aus und ist damit volumenmäßig der größte E-Auto-Hersteller der Welt. Das entspricht einem Plus von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertrifft das eigene Jahresziel.

Doch der Erfolg hat seinen Preis: In China selbst bröckelt die Nachfrage seit Monaten. Die Auslandsmärkte müssen den Rückgang kompensieren – und werden zum entscheidenden Faktor für die weitere Entwicklung.

Ausland rettet die Bilanz

Über eine Million Fahrzeuge verkaufte BYD 2025 außerhalb Chinas – mehr als intern erwartet. Für 2026 peilt das Management 1,5 bis 1,6 Millionen Einheiten auf internationalen Märkten an. Das wäre ein Wachstum von mindestens 40 Prozent.

Die Expansion läuft auf mehreren Kontinenten gleichzeitig. Im Mai 2025 eröffnete BYD seine Europa-Zentrale in Budapest. Jetzt prüft der Konzern weitere Standorte in Europa und einen möglichen Eintritt in den kanadischen Markt.

In Lateinamerika lieferte BYD allein im Januar 2026 über 5.800 Elektro- und Hybridfahrzeuge nach Argentinien. Die Regierung Milei gewährt zollfreie Kontingente für Elektroautos – ein Vorteil, den BYD konsequent nutzt.

Heimatmarkt unter Druck

Während die Auslandszahlen steigen, schwächelt das Geschäft in China. Acht Monate in Folge gingen die Verkäufe von Elektro- und Hybridfahrzeugen zurück. Im Dezember 2025 brachen sie um 37,7 Prozent ein.

Die Gründe:

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  • Verschärfter Wettbewerb durch Geely und Xiaomi
  • Auslaufen staatlicher Kaufanreize
  • Aggressive Preiskämpfe der gesamten Branche

Die Preisschlacht drückt auf die Margen. BYD meldete mehrere Quartale hintereinander rückläufige Gewinne. Chinesische Behörden versuchten, die Rabattschlacht einzudämmen – bisher mit begrenztem Erfolg.

Technologie-Event Ende Februar

Für Ende Februar 2026 wird ein Technology Day erwartet. BYD will seine neuesten Innovationen präsentieren. Bei einem ähnlichen Event im Februar 2025 hatte der Konzern sein Fahrassistenzsystem „God's Eye" vorgestellt und über die gesamte Modellpalette ausgerollt.

Beobachter erwarten diesmal Einblicke in Software-Entwicklungen und Energie-Technologien. Beide Bereiche sollen mittelfristig zu eigenständigen Gewinnbringern werden.

Was jetzt zählt

Die schiere Stückzahl reicht nicht mehr. Entscheidend wird, ob BYD den Volumenvorsprung in nachhaltige Profitabilität übersetzen kann. Drei Faktoren stehen im Fokus:

Margenstabilität: Kann BYD durch Kostenkontrolle, höheren Auslandsanteil und Software-Features die Rentabilität sichern – trotz anhaltender Preiskämpfe?

Auslastung der Auslandswerke: Wie schnell kommen die internationalen Produktionsstätten auf Touren?

Software und Energie: Wann tragen diese Segmente spürbar zum Konzerngewinn bei?

BYD ist Volumenführer. Ob daraus ein profitabler Marktführer wird, entscheidet sich in den kommenden Quartalen.

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