BYD drückt beim Auslandsgeschäft aufs Tempo – und hat nun einen konkreten Zugang zu Kanada. Gleichzeitig bleibt der Heimatmarkt anspruchsvoll: Preisdruck und sinkende Gewinne zeigen, dass Wachstum aktuell nicht gratis zu haben ist. Wie viel Rückenwind kann der Kanada-Einstieg in so einer Phase liefern?

Wichtige Fakten auf einen Blick:
- Kanada lässt bis zu 49.000 chinesische E-Autos ins Land, Zollsatz 6,1%
- 2025 lieferte BYD über 4,54 Mio. Pkw aus (+6,94% zum Vorjahr)
- Gewinn im Quartal Juli–September: -33%
- Ziel für 2026: 1,3 Mio. Fahrzeuge außerhalb Chinas
- Nächster Berichtstermin: voraussichtlich Ende März (Q4/2025)

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Kanada öffnet die Tür

Kanada hat zugestimmt, bis zu 49.000 chinesische Elektrofahrzeuge in den Markt zu lassen – zu einem Meistbegünstigungszollsatz von 6,1%. Das entspricht laut Bericht weniger als 3% des kanadischen Neuwagenmarkts. Vermittelt wurde die Vereinbarung durch Kanadas Premierminister Mark Carney.

Für BYD ist das ein strategischer Schritt, weil der Konzern damit näher an den US-Markt heranrückt. In den USA selbst sind BYD-Fahrzeuge weiterhin weitgehend nicht verfügbar, unter anderem wegen regulatorischer Hürden und Zöllen.

2025: Wachstum – aber mit angezogener Handbremse

Im Gesamtjahr 2025 lieferte BYD laut CNBC mehr als 4,54 Millionen Pkw aus, ein Plus von 6,94% gegenüber 2024. Gleichzeitig kappte das Unternehmen sein Jahresziel um 16% auf 4,6 Millionen Fahrzeuge. Hintergrund war eine nachlassende Nachfrage im heimischen Markt.

Zum Jahresende zeigte sich zudem eine schwächere Monatsdynamik: Im Dezember lagen die Auslieferungen bei 414.784 Einheiten, nach 474.921 im November (laut Börsenmitteilung in Hongkong). Trotz des Rückgangs blieb BYD in China klarer Marktführer – deutlich vor Teslas in China gemeldeten Großhandelszahlen für Model 3 und Model Y von 735.274 Einheiten von Januar bis November.

Margen unter Druck, Expansion kostet

Die internationale Expansion ging zuletzt spürbar zulasten der Profitabilität. Im Quartal Juli bis September sank der Gewinn laut „Rest of World“ um 33% – bereits das zweite Quartal in Folge mit rückläufigem Ergebnis.

Im Heimatmarkt verteidigte BYD seinen Marktanteil zudem mit Preissenkungen von bis zu 30% im Mai. Gleichzeitig erhöhte der Konzern die Forschungsausgaben um 31%, um die globalen Ambitionen zu stützen. Branchenexperte Bill Russo (Automobility Limited) ordnete das als Phase ein, in der BYD international zunächst auf Skalierung vor Gewinn setzt – was typischerweise auf die Margen drückt.

Zum Auslandsplan passt das nächste Ziel: Laut Bloomberg will BYD 2026 rund 1,3 Millionen Fahrzeuge außerhalb Chinas verkaufen. Zu den wichtigsten Exportmärkten bis Oktober 2025 zählten Brasilien, Belgien und Mexiko. Flankiert wird das von einem starken Exporttrend: Chinas Autoexporte stiegen 2025 um 19% auf 5,79 Millionen Fahrzeuge, reine Batterie-Elektroauto-Exporte legten um 49% auf 1,52 Millionen zu (China Passenger Car Association).

Der nächste Quartalsbericht mit Q4/2025-Zahlen wird für die Zeit zwischen dem 23. und 26. März erwartet – im Fokus dürften dabei vor allem Hinweise stehen, ob sich die Margen inmitten des anhaltenden Preiswettbewerbs stabilisieren.

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