Broadcom Aktie: TSMC-Engpass bremst KI-Boom
Broadcom hat offiziell Alarm geschlagen: Die Fertigungskapazitäten bei TSMC werden zum zentralen Engpass für das laufende Geschäftsjahr 2026. Die Nachfrage nach KI-Chips wächst rasant — die Produktion hält nicht Schritt.
Lieferzeiten explodieren, Kunden sichern sich langfristig ab
Marketing-Direktor Natarajan Ramachandran bestätigte am Freitag, dass TSMC bei fortgeschrittenen Fertigungsknoten unter 5nm an seine Kapazitätsgrenzen stößt. Genau diese Knoten sind unverzichtbar für Broadcoms KI-Beschleuniger und Hochgeschwindigkeits-Netzwerkchips.
Die Auswirkungen sind bereits spürbar. Lieferzeiten für Leiterplatten in optischen Transceivern haben sich von sechs Wochen auf rund sechs Monate verlängert. Als Reaktion darauf sichern sich Unternehmenskunden zunehmend über Mehrjahresverträge ab — teils mit Laufzeiten von drei bis vier Jahren.
Starke Quartalszahlen trotz Lieferproblemen
Operativ läuft das Geschäft dennoch gut. Im ersten Quartal erzielte Broadcom einen Umsatz von 19,31 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 19,10 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 2,05 Dollar ebenfalls leicht über der Prognose. Treiber war vor allem das KI-Segment mit einem Umsatzwachstum von knapp 30 Prozent im Jahresvergleich.
Parallel dazu verkaufte CEO Hock E. Tan zuletzt 70.000 Aktien im Wert von rund 24,3 Millionen Dollar. Insgesamt trennten sich Broadcom-Insider in den vergangenen 90 Tagen von Anteilen im Wert von etwa 133,5 Millionen Dollar. Auf institutioneller Seite erhöhte Overbrook Management Corp seine Position im vierten Quartal 2025 um 14,7 Prozent.
Das 100-Milliarden-Ziel hängt an TSMC
Broadcom strebt bis Ende 2027 einen kumulierten KI-Umsatz von 100 Milliarden Dollar an — unter anderem gestützt auf eine mehrjährige Partnerschaft mit OpenAI für maßgeschneiderte KI-Beschleuniger. Ob dieses Ziel erreichbar ist, hängt maßgeblich davon ab, ob TSMCs geplante Kapazitätserweiterungen bis 2027 mit der Nachfrage Schritt halten können.
Reicht das Tempo der TSMC-Expansion aus, um Broadcoms Auftragsbuch abzuarbeiten? Einige Chiphersteller erkunden bereits Alternativen wie Samsung, um das Risiko zu streuen. Broadcom selbst ist derzeit vollständig auf TSMC als einzigen Lieferanten für seine fortschrittlichsten Chips angewiesen — eine Abhängigkeit, die das Unternehmen in einem boomenden Markt zunehmend unter Druck setzt. Die Aktie notiert aktuell rund 12 Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau und hat damit die Belastungen aus dem schwächeren Technologieumfeld bereits eingepreist.
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