Broadcom Aktie: Milliarden-Offensive
Broadcom nutzt das positive Momentum am Kapitalmarkt für einen strategischen Schachzug: Der Chipkonzern platziert Anleihen im Volumen von 4,5 Milliarden Dollar – und will damit Altlasten der VMware-Übernahme beseitigen. Parallel zeigt sich die Wall Street so überzeugt wie selten: 46 von 48 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf.
Schuldenumbau nach Plan
Am 13. Januar strukturierte Broadcom seine Verbindlichkeiten neu. Die Emission verteilt sich auf vier Tranchen mit Laufzeiten zwischen 2031 und 2056. Das eingesammelte Kapital fließt in die vorzeitige Rückzahlung von VMware-Anleihen, die bei der 69-Milliarden-Dollar-Akquisition Ende 2023 übernommen wurden. Konkret geht es um Fälligkeiten in den Jahren 2027 und 2028.
Mit diesem Schritt ersetzt Broadcom fremdes Schuldpapier durch eigene Unternehmensanleihen – ein klassisches Refinanzierungsmanöver zur Konsolidierung der Bilanz. Die Begleitung durch BofA Securities und J.P. Morgan unterstreicht das institutionelle Vertrauen in die Bonität des Konzerns, trotz des anhaltend hohen Zinsniveaus.
Das unsichtbare Fundament der KI-Revolution
Die Begeisterung der Analysten speist sich aus Broadcoms Position im KI-Infrastruktur-Markt. Während Nvidia mit GPUs im Rampenlicht steht, liefert Broadcom die unverzichtbare Technik im Hintergrund: Netzwerkchips und kundenspezifische ASICs, ohne die KI-Rechenzentren nicht funktionieren würden.
Die Zahlen sprechen für sich:
* KI-Halbleiterumsatz: +74% im Jahresvergleich (letztes Quartal)
* Auftragsbestand: über 73 Milliarden Dollar
* Analystenziele: teils bis 480 Dollar (aktuell: 354,61 Dollar)
Bernstein-Analyst Stacy Rasgon wies diese Woche darauf hin, dass Befürchtungen über neue Wettbewerber unbegründet seien. Broadcoms Vorsprung bei 3D-Chip-Stacking und SerDes-Technologie sei nicht kurzfristig aufzuholen.
Bewertung mit Perspektive
Das aktuelle KGV von rund 74 wirkt auf den ersten Blick ambitioniert. Berücksichtigt man jedoch das erwartete EPS-Wachstum von annähernd 70% bis zum Geschäftsjahr 2028, normalisiert sich das Forward-KGV auf etwa 34 – eine Kennzahl, die im Kontext der Wachstumsdynamik vertretbar erscheint.
Die VMware-Integration zeigt Wirkung: Das Softwaregeschäft liefert planbare, wiederkehrende Erlöse und dämpft die Zyklizität des Hardwarebereichs. Die Marktkapitalisierung liegt mittlerweile bei 1,68 Billionen Dollar.
Am 5. März 2026 folgen die nächsten Quartalszahlen. Bis dahin bleibt die Frage, ob Broadcom die hohen Erwartungen der Wall Street auch operativ erfüllen kann – der Auftragsbestand lässt zumindest wenig Raum für negative Überraschungen.
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