Broadcom Aktie: ARK kauft zu
Die jüngste Schwäche der Broadcom-Aktie ruft große Namen auf den Plan. Vor allem Cathie Woods ARK Invest nutzt die Korrektur im Halbleitersektor für deutliche Zukäufe. Im Kern steht die Frage: Wie gut ist Broadcom mit seinem Geschäft rund um kundenspezifische KI-Chips wirklich positioniert?
ARK Invest setzt klaren Schwerpunkt
In den vergangenen Tagen hat ARK Invest in mehreren Schritten Broadcom-Papiere eingesammelt. Der größte Schlag erfolgte am 23. Januar: Über den ARK Innovation ETF und den ARK Next Generation Internet ETF wurden 49.048 Aktien für rund 16 Millionen US‑Dollar gekauft.
Bereits zuvor hatte ARK am 20. Januar 32.408 Aktien erworben und am 14. Januar weitere 143.089 Stück aufgenommen. Insgesamt summieren sich die jüngsten Käufe damit auf mehr als 50 Millionen US‑Dollar – ein klares Signal, dass ARK die aktuelle Schwächephase als Einstiegsgelegenheit interpretiert.
Hintergrund: Seit den Zahlen zum vierten Geschäftsquartal am 11. Dezember 2025 hat die Aktie deutlich nachgegeben. Die Papiere notieren aktuell im Bereich von gut 318 US‑Dollar und damit spürbar unter den Höchstständen vom Dezember. Auf Wochensicht ergibt sich ein Rückgang von rund 9 %, im laufenden Jahr liegt die Performance leicht im Minus, trotz eines Zuwachses von 38 % auf Sicht von zwölf Monaten.
Intel belastet, Analyst sieht Chance
Kurzfristig stand die Aktie zusätzlich unter Druck, nachdem Intel seine Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt hatte. Die Aussagen des Rivalen zu anhaltend hohen KI-bezogenen Ausgaben sorgten für Verunsicherung im gesamten Sektor und führten zu einem breiten Abgabedruck bei Halbleiterwerten. Broadcom verlor am 23. Januar in diesem Umfeld nochmals leicht.
Nicht alle Marktteilnehmer sehen diese Entwicklung negativ. Citi-Analyst Atif Malik wertet die jüngste Korrektur als Kaufchance. In einer Studie vom 20. Januar betont er, dass die Nachfrage nach Rechenleistung und Netzwerken für „Next-Gen Reasoning Models“ weiter anzieht. Broadcom zählt er gemeinsam mit Nvidia zu den Kernwerten im KI-Bereich.
KI-Geschäft gewinnt stark an Gewicht
Fundamental liefert Broadcom derzeit deutliche Belege für den KI-Schub. Im vierten Geschäftsquartal 2025 zeigte sich vor allem das Geschäft mit KI-Halbleitern äußerst dynamisch:
- KI-Halbleiterumsatz: +74 % gegenüber dem Vorjahr auf 6,5 Mrd. US‑Dollar
- Konzernumsatz: 18 Mrd. US‑Dollar, +28 % im Jahresvergleich
- Bereinigter Gewinn je Aktie: +37 % auf 1,95 US‑Dollar
- Auftragsbestand: Anstieg auf 162 Mrd. US‑Dollar
Für das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres legt das Management noch einmal nach: Die KI-Halbleitererlöse sollen sich im Vergleich zum Vorjahr auf 8,2 Mrd. US‑Dollar verdoppeln. Treiber sind vor allem kundenspezifische KI-Beschleuniger und Ethernet-Switches für KI-Rechenzentren.
Analystenschätzungen zufolge dürfte der KI-Bereich im Laufe des Jahres 2026 mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmachen und bis zum Jahresende sogar in Richtung drei Viertel der Erlöse steigen. Damit rückt Broadcom noch stärker in die Rolle eines zentralen Profiteurs der KI-Investitionswelle.
Custom Silicon als strategischer Hebel
Ein Schlüsselbaustein in dieser Strategie sind anwendungsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs), also maßgeschneiderte Chips für große Kunden. Im „Big Ideas 2026“-Report hebt ARK Invest die zunehmende Bedeutung dieser Lösungen hervor. Der Tenor: ASICs von Anbietern wie Broadcom gewinnen Marktanteile, weil große KI-Labore und Hyperscaler möglichst effiziente und kostengünstige Rechenleistung suchen.
Broadcom arbeitet hier direkt mit Schwergewichten wie Google, Meta und OpenAI zusammen. Eines der bekanntesten Beispiele ist Googles Tensor Processing Unit (TPU), die Broadcom gemeinsam mit dem Konzern entwickelt hat. Solche Projekte stärken die Bindung an große Kunden und sichern langfristige Volumen.
Bewertung und Einordnung
Trotz der jüngsten Kursschwäche ist Broadcom alles andere als ein Nebenwert: Das Unternehmen bringt rund 1,5 Billionen US‑Dollar auf die Waage. Bewertet wird die Aktie mit dem 31‑fachen der erwarteten Gewinne – und liegt damit unter dem Niveau von Nvidia, das beim 39‑fachen Forward-KGV gehandelt wird.
Im Jahr 2025 legte Broadcom um 49 % zu und übertraf damit Nvidias Plus von 39 %. Nach der aktuellen Konsolidierung notiert der Titel etwa 10 % unter seinem 52‑Wochen-Hoch, liegt aber klar über dem 200‑Tage-Durchschnitt und damit im übergeordneten Aufwärtstrend.
Für die kommenden Monate bleibt die Entwicklung im KI-Halbleitergeschäft der zentrale Faktor: Gelingt es Broadcom, das prognostizierte Wachstum bei kundenspezifischen KI-Chips und Netzwerklösungen zu liefern, dürfte genau das Szenario eintreten, auf das ARK Invest mit seinen umfangreichen Zukäufen setzt – ein weiter wachsender Umsatzanteil aus KI und eine entsprechende Neubewertung des Geschäftsmodells.
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