Broadcom Aktie: Optik als nächste Wachstumsfront
Broadcom präsentiert sich diese Woche auf der Optical Fiber Communications Conference in Los Angeles — und zeigt dabei, dass das Unternehmen weit mehr als ein Chip-Hersteller ist. Die Produktpalette für KI-Infrastruktur reicht inzwischen von maßgeschneiderten Beschleunigern bis hin zu den optischen Verbindungen, die gigawattgroße Rechenzentren erst möglich machen.
Neue Industriestandards, neue Partnerschaften
Im Mittelpunkt des OFC-Auftritts steht Broadcoms Rolle in einem neu gegründeten Branchenkonsortium. AMD, Meta, Microsoft, Nvidia und OpenAI haben gemeinsam mit Broadcom die Optical Compute Interconnect (OCI) MSA ins Leben gerufen — mit dem Ziel, offene optische Verbindungsstandards für KI-Cluster zu definieren. Broadcoms 3nm-Plattform „Taurus" soll dabei Übertragungsraten von 1,6T und 3,2T ermöglichen, die für den Datentransfer zwischen Server-Racks in modernen Hyperscaler-Rechenzentren benötigt werden.
Parallel dazu hat Broadcom am 12. März den Produktionsstart seines Tomahawk-6-Switches bestätigt. Der Chip liefert 102,4 Tbps Durchsatz — doppelt so viel wie sein Vorgänger — und bildet das Rückgrat eines Ethernet-Netzwerks, das Tausende KI-Chips zu einem gemeinsamen System verbindet.
Ebenfalls frisch bestätigt: Meta entwickelt vier aufeinanderfolgende Generationen seines hauseigenen KI-Chips MTIA in enger Zusammenarbeit mit Broadcom. Die ersten beiden Varianten befinden sich bereits in Produktion beziehungsweise Labortests, die nächsten zwei sind für den Massenstart Anfang und Ende 2027 geplant.
Rekordzahlen und ehrgeizige Ziele
Die Konferenzteilnahme fällt in eine Phase außergewöhnlicher finanzieller Stärke. Im ersten Fiskalquartal 2026 erzielte Broadcom einen Umsatz von 19,3 Milliarden US-Dollar — ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der KI-Halbleiterumsatz verdoppelte sich auf 8,4 Milliarden Dollar, für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen in diesem Segment ein Wachstum von 140 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar.
CEO Hock Tan formulierte auf einer Analystenkonferenz ein konkretes Ziel: Allein aus Chip-Verkäufen soll der KI-Umsatz 2027 die Marke von 100 Milliarden Dollar überschreiten. JPMorgan erhöhte nach den Quartalszahlen sein Kursziel auf 500 US-Dollar und bestätigte die Übergewichten-Einstufung — mit Verweis auf solide Wachstumsperspektiven auch im laufenden Quartal.
An die Aktionäre flossen im ersten Quartal allein 10,9 Milliarden Dollar zurück: 3,1 Milliarden als Dividende, 7,8 Milliarden über Aktienrückkäufe. Der Verwaltungsrat genehmigte zusätzlich ein neues Rückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden Dollar. Die nächste Quartalsdividende von 0,65 US-Dollar je Aktie wird am 31. März 2026 ausgezahlt.
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