Die europäischen Börsen stehen heute vor einem freundlichen Start. Der Grund: Überraschend schwache US-Einzelhandelsdaten haben die Zinshoffnungen neu befeuert. Händler kalkulieren nun mit zwei weiteren Zinssenkungen der Federal Reserve um jeweils 0,25 Prozentpunkte in diesem Jahr.

Die DAX-Futures zeigen sich am frühen Mittwochmorgen nahezu unverändert. Der aktuelle Kontrakt notiert bei 25.071 Punkten – nur einen Punkt unter dem Vortagesschluss. Nach einem Start bei 25.095 Zählern bewegte sich der Future zwischen 25.062 und 25.109 Punkten.

Schwache US-Daten als Kurstreiber

Was ist passiert? Die US-Einzelhandelsumsätze stagnierten im Dezember unerwartet, während die Verschuldung amerikanischer Haushalte im vierten Quartal 2025 auf ein neues Rekordhoch kletterte. Diese Kombination weckt Spekulationen über eine lockerere Geldpolitik – Musik in den Ohren vieler Anleger.

Der Dollar verlor daraufhin gegenüber allen wichtigen Währungen an Boden, während die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen über die gesamte Laufzeitenkurve nachgaben. Gold legte um 0,5 Prozent auf über 5.050 Dollar je Unze zu.

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Fed-Vertreter bleiben vorsichtig

Trotz der aufkeimenden Zinssenkungsfantasie mahnen Fed-Vertreter zur Geduld. Beth Hammack von der Cleveland Fed sprach von einer möglicherweise längeren Zinspause. Ihre Kollegin Lorie Logan aus Dallas sieht die aktuelle Zinspolitik gut auf die wirtschaftlichen Risiken eingestellt.

Die Märkte richten ihren Blick nun auf den verspäteten Arbeitsmarktbericht am heutigen Mittwoch und die Inflationsdaten am Freitag. Experten erwarten zwar stabile Zahlen bei Inflation und Jobwachstum, rechnen aber mit erheblichen Revisionen der Beschäftigungsdaten für 2025.

US-Handelsminister Howard Lutnick zeigte sich optimistisch und prognostizierte ein BIP-Wachstum von über 5 Prozent im vierten Quartal 2025 – möglicherweise sogar über 6 Prozent im ersten Quartal 2026. Sein aktueller Dollar-Kurs sei ausgewogener und fördere Exporte sowie Wirtschaftswachstum.

Die asiatischen Märkte zeigten sich heute Morgen überwiegend fester. Allerdings dämpfte Chinas überraschend niedrige Verbraucherpreisinflation von nur 0,2 Prozent im Januar die Stimmung etwas – nach 0,8 Prozent im Dezember. Die Produzentenpreise fielen um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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