Boeing Aktie: Milliarden-Aufträge
Der US-Luftfahrtriese startet mit einem massiven finanziellen Polster in die neue Woche, nachdem die Rüstungssparte Verträge im Wert von fast 13 Milliarden Dollar meldete. Gleichzeitig rückt jedoch die wichtige Verkehrsflugzeugsparte durch neue Anweisungen der US-Luftfahrtbehörde FAA wieder in den Fokus. Anleger müssen nun abwägen: Kompensieren die enormen Gewinne im Verteidigungssektor die anhaltenden regulatorischen Hürden im Zivilgeschäft?
Lukratives Rüstungsgeschäft
Die Verteidigungssparte erweist sich einmal mehr als entscheidender Stabilisator für den Konzern. Allein am Wochenende summierte sich das neu gewonnene Auftragsvolumen auf rund 12,8 Milliarden Dollar. Den Löwenanteil macht dabei ein Vertrag mit der israelischen Luftwaffe über 8,6 Milliarden Dollar für neue F-15IA Kampfjets aus, der zudem eine Option auf weitere Maschinen beinhaltet.
Zusätzlich sichert ein 4,2-Milliarden-Dollar-Vertrag die Logistik und Wartung der E-4B "Nightwatch"-Flotte der US Air Force bis in das Geschäftsjahr 2026. Diese substanziellen Abschlüsse sorgten bereits am Freitag für positive Stimmung an den Märkten und bescherten der Aktie ein Kursplus von über drei Prozent.
Fortschritt und neue Auflagen
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Parallel zu den finanziellen Erfolgen gibt es gemischte Nachrichten von der Aufsichtsbehörde. Am vergangenen Freitag genehmigte die FAA den Start der nächsten Testflugphase für die 737 MAX 10. Dies markiert einen wichtigen Fortschritt für die größte Variante der Modellreihe, um die Lücke zum Konkurrenten Airbus und dessen A321neo zu schließen. Dennoch bleibt der Zeitplan straff: Die endgültige Zertifizierung wird sich voraussichtlich noch weit ins Jahr 2026 ziehen, da unter anderem Probleme mit der Triebwerksenteisung gelöst werden müssen.
Getrübt wird das Bild durch eine neue Sicherheitsanweisung vom Sonntag. Wegen Bedenken an den Notrutsch-Systemen ordnete die FAA Inspektionen für weltweit über 5.100 Flugzeuge der Boeing-737-Reihe an. Dieser Schritt unterstreicht den extrem vorsichtigen Ansatz der Behörde, die nun auch Risiken mit geringer Wahrscheinlichkeit konsequent adressiert.
Ausblick
Für die weitere Kursentwicklung bleibt die erfolgreiche Zertifizierung und Auslieferung der MAX-7- und MAX-10-Modelle der wichtigste Katalysator. Die aktuellen Rüstungsaufträge verschaffen dem Unternehmen zwar finanzielle Stabilität und stützen den Cashflow, doch die operative Wende im Zivilgeschäft ist noch nicht abgeschlossen. Trotz der komplexen Gemengelage bewerten Analysten die Aktie mehrheitlich weiterhin positiv ("Buy" oder "Moderate Buy"), setzen dabei aber auf eine langfristige Erholung der Produktionsprozesse.
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