Mit dem neuen i3 präsentiert BMW mehr als ein Elektroauto. Die Münchner machen die „Neue Klasse" zum Nachhaltigkeitsprogramm — und adressieren damit gezielt eine Investorengruppe, die ESG-Kriterien zunehmend in ihre Entscheidungen einbezieht.

Kreislaufwirtschaft als Markenkern

Rund 30 Prozent des neuen i3 bestehen aus Sekundärmaterialien. Aluguss-Komponenten wie Schwenklager und Radträger kommen auf einen Sekundärmaterialanteil von 80 Prozent, Aluminiumfelgen auf 70 Prozent. Die Sitzbezüge der Einstiegslinie bestehen vollständig aus recyceltem PET. BMW nennt das Prinzip „Design for Circularity" — und meint damit eine Konstruktionsphilosophie, die den Materialkreislauf von Anfang an einplant, nicht erst am Ende der Fahrzeugnutzung.

Hinzu kommt die CO₂-Bilanz: Abhängig von Ladestrommix und Fahrleistung soll der i3 50xDrive bereits nach ein bis zwei Jahren Nutzung einen CO₂e-Vorteil gegenüber einem vergleichbaren Verbrenner erreichen. Der Product Carbon Footprint ist TÜV-verifiziert und öffentlich einsehbar — ein Schritt, der über klassische Produktkommunikation hinausgeht.

München als Blaupause

Das Stammwerk in München-Milbertshofen wurde in den vergangenen vier Jahren grundlegend modernisiert. Neuer Karosseriebau, neue Montage, 100 Prozent erneuerbarer Fremdstrom. Ab August 2026 läuft dort die Serienproduktion des i3 an. Ein Jahr später soll das Werk ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge der Neuen Klasse fertigen.

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Die Vorserienproduktion hat bereits begonnen. Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Endmontage durchlaufen derzeit Tests unter realen Bedingungen — der Hochlauf ist also kein Papierversprechen.

Starke Technik, belastetes Umfeld

Technisch setzt BMW die Messlatte hoch: bis zu 900 km WLTP-Reichweite, 800-Volt-Architektur, maximale Ladeleistung von 400 kW. Unter Idealbedingungen sollen in zehn Minuten Energie für 400 Kilometer nachgeladen sein.

Der Konzernkontext bleibt jedoch zweigeteilt. Im Geschäftsjahr 2025 stieg der BEV-Absatz auf 442.056 Einheiten — jedes sechste verkaufte BMW-Group-Fahrzeug war vollelektrisch. Gleichzeitig belastet das Zollumfeld das laufende Jahr: BMW rechnet für 2026 mit einer Margenbelastung von rund 1,25 Prozentpunkten im Automobilsegment, bereits nach Gegenmaßnahmen.

Die BMW-Aktie notiert aktuell rund 17 Prozent unter ihrem Dezember-Hoch von 97,12 Euro und liegt auch deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Ob der i3-Serienstart ab August das nötige Kurskatalysatoren-Potenzial mitbringt, wird sich zeigen, wenn die ersten Auslieferungszahlen vorliegen — in Europa noch vor Jahresende, in den USA ab 2027.

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