Nvidia Aktie: Finanzergebnisse interpretiert
Nvidia steht gleich auf mehreren Fronten im Mittelpunkt — und die Nachrichten kommen in rascher Folge. Während die Aktie an der Wall Street trotzdem unter Druck geriet, zeichnet sich ein interessantes Bild ab.
China-Geschäft kehrt zurück
Nach monatelanger Pause nimmt Nvidia die Produktion der H200-Prozessoren für den chinesischen Markt wieder auf. Kaufaufträge von chinesischen Kunden liegen vor, und sowohl US- als auch chinesische Behörden haben grünes Licht gegeben. Eine Bedingung: 25 Prozent der damit erzielten Verkaufserlöse fließen an die US-Regierung.
China hatte zuletzt mindestens ein Fünftel des Rechenzentrums-Umsatzes ausgemacht. Nach den Exportbeschränkungen, die ab April vergangenen Jahres griffen, hatte Nvidia eine Belastung von 5,5 Milliarden Dollar verbucht. Die genehmigten H200-Mengen sind vorerst noch begrenzt, und Umsätze aus China sind in der aktuellen Quartalsprognose nicht einkalkuliert — trotz dieser Prognose erwartet Nvidia rund 77 Prozent Umsatzwachstum im laufenden Quartal, nach 73 Prozent im zuletzt berichteten Vierteljahr.
GTC als Schaufenster
Abseits des China-Themas nutzte Nvidia die eigene GTC-Konferenz in San Jose als Plattform für eine Reihe von Partnerschaftsankündigungen. Basecamp Research stellte dort seinen sogenannten Trillion Gene Atlas vor — eine Initiative zur genomischen Datenerhebung in bisher unerreichtem Ausmaß, die auf Nvidias Recheninfrastruktur setzt. Die Verarbeitungszeit von biologischen Datensätzen, die früher mehr als zwei Jahrzehnte gedauert hätte, soll damit auf unter zwei Jahre sinken.
Auch ServiceNow und das Beratungsunternehmen LTM präsentierten auf der GTC vertiefte Kooperationen. Jensen Huang skizzierte zudem das Ziel, mit den Chip-Generationen Blackwell und Vera Rubin bis 2027 kumulativ eine Billion Dollar Umsatz zu erzielen.
Starke Zahlen, schwacher Handelstag
An der Wall Street schloss die Nvidia-Aktie am Mittwoch dennoch rund 0,9 Prozent schwächer — eingebettet in einen breiten Marktabverkauf. Der S&P 500 verlor 1,4 Prozent, der Dow Jones 1,6 Prozent. Auslöser war eine Kombination aus steigenden Ölpreisen infolge geopolitischer Spannungen rund um iranische Energieanlagen sowie Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell, der keine Zinssenkungen in Aussicht stellte, solange die Inflation nicht spürbar zurückgeht.
Die Deutsche Bank stufte Nvidia währenddessen konstruktiv ein und verwies auf die wachsende Marktdominanz im Halbleiterbereich. Das China-Comeback dürfte mittelfristig als zusätzlicher Kurstreiber wirken — sofern die genehmigten Exportmengen tatsächlich ausgeweitet werden.
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