BMW Aktie: Dreifachbelastung
Die Bayern stecken in der Klemme. Schwache Quartalszahlen, ein massiver Rückruf und eine wacklige Charttechnik setzen dem Autobauer zu. Anleger fragen sich: Ist das nur eine vorübergehende Schwächephase oder der Beginn einer längeren Talfahrt?
Enttäuschende Quartalszahlen belasten
BMW verfehlte mit den vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal 2025 die Markterwartungen deutlich. Das operative Autoergebnis lag klar unter den Prognosen der Analysten. Jefferies stuft die Aktie nur mit "Hold" ein. Die offiziellen Quartalszahlen werden am 12. März präsentiert. Bis dahin bleibt Unsicherheit. Die Nervosität am Markt ist spürbar – zumal auch Mercedes mit operativen Schwierigkeiten kämpft und damit zusätzlichen Druck auf die gesamte Premiumbranche ausübt.
Die Kombination aus enttäuschenden Geschäftszahlen und Qualitätsproblemen wirft Fragen zur aktuellen Verfassung des Konzerns auf. Können die Münchner die Kurve noch kriegen?
Anlasser wird zum Dauerproblem
Parallel zu den schwachen Geschäftszahlen erschüttert ein erneuter Rückruf das Vertrauen der Investoren. Mehr als 87.000 Fahrzeuge weltweit müssen wegen Brandgefahr in die Werkstätten. Allein in Deutschland sind 28.582 Autos betroffen. Der Grund: ein defekter Anlasser, der sich vorzeitig abnutzen und im schlimmsten Fall einen Brand auslösen kann. BMW betont zwar, dass bislang keine Unfälle oder Verletzte gemeldet wurden. Die Reparatur erfolgt für Kunden kostenlos.
Doch die Wiederholung ist das eigentliche Problem. Bereits im Oktober mussten rund 145.000 Fahrzeuge wegen ähnlicher Mängel zurückgerufen werden. Davor waren es sogar 200.000 Einheiten. Der Anlasser entwickelt sich zum Dauerthema. Das wirft Fragen zur Qualitätskontrolle auf. Rückrufe kosten nicht nur Geld – sie kratzen auch am Ruf einer Premiummarke.
Charttechnik zeigt Schwäche
Die BMW-Aktie bewegt sich seit Wochen in einem Seitwärtstrend. Vom 52-Wochen-Hoch Anfang Dezember bei rund 97 Euro ist die Aktie zurückgekommen. Aktuell notiert das Papier bei 87,50 Euro. Das entspricht einem Minus von mehr als 10 Prozent gegenüber dem Jahreshoch. Der Abwärtsdruck hat sich seit Jahresbeginn verstärkt. Die Unterstützungsmarke bei 87 Euro wurde zwischenzeitlich getestet. Fällt diese Marke nachhaltig, könnte weiteres Abwärtspotenzial bis zur 80-Euro-Marke entstehen.
Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt liegt aktuell über dem Kurs, der 200-Tage-Durchschnitt jedoch noch darunter. Erst ein Ausbruch über die 92-Euro-Marke würde wieder Entspannung bringen. Bis dahin bleibt die technische Lage angespannt.
Die Bewertung ist im Branchenvergleich moderat. Das KGV liegt im einstelligen Bereich, die Dividendenrendite bleibt attraktiv. Langfristig orientierte Anleger könnten die aktuelle Schwäche als Einstiegschance sehen. Doch kurzfristig bleiben die Risiken bestehen. Wer bereits investiert ist, sollte die Position kritisch prüfen. Neueinsteiger warten vielleicht besser die offizielle Zahlenvorlage ab. Erst dann lässt sich einschätzen, ob BMW die Probleme in den Griff bekommt.
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