BMW Aktie: Kaufempfehlung gestrichen
Die Überholspur scheint für BMW vorerst zu enden: Nach einer Phase deutlicher Outperformance zieht die Schweizer Großbank UBS die Reißleine und stuft die Aktie herab. Während die Münchener im Elektro-Segment der Konkurrenz davonfahren, sorgen die hohe Bewertung und anhaltende Probleme im wichtigsten Absatzmarkt für Skepsis. Anleger müssen sich nun fragen, ob der faire Wert bereits erreicht ist.
Die wichtigsten Fakten:
* Downgrade: UBS senkt Votum von "Buy" auf "Neutral".
* Kursziel: Reduzierung von 95 auf 93 Euro.
* Bewertung: KGV von 9x liegt deutlich über dem historischen Schnitt (7x).
* China-Risiko: Absatz im Reich der Mitte brach im Q4 um fast 16 Prozent ein.
Bewertung historisch hoch
Der Hauptgrund für die Zurückhaltung der Analysten liegt in der jüngsten Erfolgsgeschichte der Aktie. Analyst Patrick Hummel betont, dass BMW die Wettbewerber im vergangenen Jahr klar hinter sich gelassen hat. Diese Stärke hat jedoch ihren Preis: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9 auf Basis der Gewinnschätzungen für 2026 ist der Titel mittlerweile teurer als im historischen Durchschnitt.
Der Markt preist bereits viel Optimismus ein, was das Rückschlagspotenzial erhöht. Dies spiegelt sich auch im aktuellen Kursverlauf wider: Seit Jahresanfang verlor das Papier 7,42 Prozent an Wert und notiert derzeit bei 88,58 Euro.
China als Bremsklotz
Neben der reinen Bewertung drückt vor allem die operative Entwicklung in Fernost auf die Stimmung. China, lange Zeit der Wachstumsmotor für deutsche Autobauer, entwickelt sich zunehmend zur Achillesferse. Die Verkaufszahlen im vierten Quartal 2025 sprechen eine deutliche Sprache: Während der Absatz in Europa noch um 4 Prozent zulegte, brachen die Verkäufe in China um 15,9 Prozent ein.
Das Gesamtbild der Quartalszahlen bleibt gemischt. Weltweit lieferte BMW im Schlussquartal 667.981 Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von 4,1 Prozent entspricht. Zwar konnte das Gesamtjahr 2025 noch mit einem leichten Plus von 0,5 Prozent abgeschlossen werden, doch die Abhängigkeit vom schwächelnden chinesischen Markt bleibt das zentrale Risiko für die Gewinnmargen.
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Punktsieg gegen Mercedes
Trotz der momentanen Gegenwinde gibt es fundamentale Lichtblicke. Im prestigeträchtigen Duell mit dem Erzrivalen Mercedes-Benz hat BMW im Elektrosegment die Nase vorn. Während die Stuttgarter 2025 einen Rückgang von 9 Prozent bei ihren E-Autos hinnehmen mussten, steigerte BMW den Absatz vollelektrischer Fahrzeuge um 3,6 Prozent auf über 442.000 Einheiten.
Auch die UBS erkennt diese operative Stärke an und verweist auf die kommende "Neue Klasse", die im EV-Bereich neue Maßstäbe setzen soll. Hinzu kommen attraktive Aussichten für Einkommensinvestoren: Die Analysten halten mittelfristig Barausschüttungen von bis zu 10 Prozent jährlich für möglich.
Charttechnik: Warnsignale dominieren
Die fundamentale Skepsis spiegelt sich mittlerweile auch im Chartbild wider. Mit dem aktuellen Kursrutsch hat die Aktie wichtige Unterstützungszonen aufgegeben. Der Kurs von 88,58 Euro liegt nun spürbar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 91,44 Euro, was den kurzfristigen Abwärtstrend technisch bestätigt. Auch der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 97,12 Euro hat sich auf knapp 9 Prozent vergrößert.
Die Analystengemeinde ist angesichts dieser Gemengelage uneins. Während JP Morgan zuletzt optimistisch blieb, hatte Barclays das Papier bereits vor wenigen Tagen auf "Underweight" gesetzt. Für Anleger bedeutet dies, dass die weitere Kursentwicklung maßgeblich davon abhängen wird, ob BMW die Schwäche in China kompensieren kann, ohne die Margen zu opfern. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt aktuell bei 91,94 Euro und damit nur knapp über dem aktuellen Niveau.
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