BMW Aktie: Analysten zerstritten
Die BMW-Aktie pendelt zum Wochenende um 89,90 Euro – und spiegelt damit die Ratlosigkeit wider, die derzeit unter Analysten herrscht. Während die Bank of America vor einer „Übergangsphase" warnt und das Kursziel bei nur 85 Euro ansetzt, sieht Bernstein Research das Papier bei 115 Euro fair bewertet. Selten klafften die Einschätzungen so weit auseinander. Was steckt hinter dieser Diskrepanz?
Bank of America bleibt pessimistisch
Analyst Horst Schneider von der Bank of America bestätigte am Donnerstag sein „Underperform"-Rating. Seine Sorge: BMW altert im Modellzyklus, während Konkurrenten wie Volkswagen und Audi 2026 mit zahlreichen Neuheiten punkten. Die hocheffiziente „Neue Klasse"-Plattform kommt erst 2027 – bis dahin rechnet Schneider mit Margendruck.
Die Fakten sprechen teilweise für diese Skepsis:
- China-Debakel: Deutsche Premiumhersteller verloren im vierten Quartal 2025 rund 20 Prozent Absatz, der Marktanteil sank auf ein 13-Jahres-Tief von 14,8 Prozent
- Preisdruck USA: Der BMW XM Label wurde für das Modelljahr 2026 um 27.100 Dollar auf 159.600 Dollar gesenkt – ein drastischer Nachlass beim Flaggschiff
- Globaler Absatz: BMW verzeichnete 2025 einen Rückgang von 1,4 Prozent
Elektro-Offensive zeigt Wirkung
Trotz der Belastungsfaktoren gibt es Lichtblicke. Der neue vollelektrische iX3 kommt gut an: Seit der Vorstellung im September 2025 entfällt in Europa jede dritte Bestellung eines vollelektrischen BMW auf dieses Modell. Im deutschen Heimatmarkt sicherte sich der Konzern mit 51.878 neu zugelassenen E-Fahrzeugen Platz zwei hinter Volkswagen – Tesla rutschte auf Rang neun ab.
Die gespaltene Analystenmeinung ist nachvollziehbar: Mit einem KGV unter 7 preist der Markt bereits erhebliche Risiken ein. BMW hält sich im Branchenvergleich stabiler als Mercedes-Benz (minus 9 Prozent Absatz 2025), kämpft aber wie alle Premiumhersteller mit Preiserosion in Schlüsselmärkten.
Entscheidung am 12. März
Am 12. März 2026 legt BMW die detaillierten Zahlen für das vierte Quartal 2025 sowie den Ausblick für 2026 vor. Dann wird sich zeigen, ob die Münchner die Margen trotz Preisdruck stabilisieren können. Charttechnisch muss die Unterstützung bei 89 Euro halten – darunter wäre der Weg zum BofA-Ziel von 85 Euro frei.
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