Bloom Energy startet fulminant ins neue Börsenjahr. Die Aktie des Brennstoffzellen-Herstellers schoss am Freitag um über 13 Prozent nach oben und kratzte kurzzeitig an der 100-Dollar-Marke. Verantwortlich für den Ausbruch: eine neue Kreditlinie über 600 Millionen Dollar mit Wells Fargo. Doch die Rally ist kein Einzelfall – die gesamte Wasserstoff-Branche erlebt gerade ein Comeback.

Liquiditätsspritze beruhigt Anleger

Der Haupttreiber für den Kurssprung liegt auf der Hand: Bloom Energy hat sich Ende Dezember eine revolvierende Kreditfazilität über 600 Millionen Dollar gesichert. Die Vereinbarung mit Wells Fargo verschafft dem Unternehmen deutlich mehr finanziellen Spielraum für die anstehende Expansion – insbesondere bei Projekten rund um Rechenzentren für künstliche Intelligenz.

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Die Sorge um die Kapitalbeschaffung war zuletzt ein Bremsklotz für die Aktie. Mit der neuen Kreditlinie ist diese Unsicherheit vorerst vom Tisch. Das Handelsvolumen explodierte am Freitag auf über 11,5 Millionen Aktien, deutlich über dem Durchschnitt von rund 8 Millionen.

Branchenweite Erholung

Bloom Energy ist nicht allein. Die gesamte Brennstoffzellen-Branche zeigt sich zum Jahresauftakt von ihrer starken Seite:

  • Plug Power: Plus 12,6 Prozent
  • FuelCell Energy: Plus 11,7 Prozent
  • Ballard Power: Plus 5,5 Prozent

Diese koordinierte Aufwärtsbewegung deutet auf eine Kapitalrotation in alternative Energieinfrastruktur hin. Investoren setzen verstärkt auf Unternehmen, die netzunabhängige Stromversorgung für energieintensive Anwendungen bereitstellen können.

Analysten heben Kursziele an

Die jüngsten Entwicklungen haben auch die Analysten auf den Plan gerufen. Clear Street erhöhte das Kursziel von 50 auf 58 Dollar, hält aber an der „Hold"-Einschätzung fest. Die japanische Daiwa startete die Coverage mit „Hold" und einem Kursziel von 98 Dollar – exakt dort, wo die Aktie jetzt steht. Der Konsens von TipRanks liegt bei etwa 113 Dollar, was weiteres Potenzial signalisiert.

Die Bewertung bleibt sportlich: Bei einer Marktkapitalisierung von rund 23 Milliarden Dollar und weiterhin negativen Ergebnissen preist der Markt massives Wachstum ein. Im dritten Quartal 2025 steigerte Bloom den Umsatz um 57 Prozent auf 519 Millionen Dollar, schrieb aber noch einen Nettoverlust von 23 Millionen Dollar. Die Bruttomarge lag bei soliden 31 Prozent.

Nächste Hürde: 100-Dollar-Niveau

Technisch hat die Aktie ihre jüngste Konsolidierungsphase durchbrochen. Nach wochenlangem Schwanken zwischen 79 und 96 Dollar folgte nun der Ausbruch. Aus technischer Sicht wird entscheidend sein, ob sich das Papier nachhaltig über der 100-Dollar-Marke etablieren kann. Ein Rückfall unter 90 Dollar würde hingegen auf eine klassische Bullenfalle hindeuten – vor allem angesichts der historisch hohen Volatilität der Aktie.

Die Erholung kommt nach einem Rücksetzer von 46 Prozent seit den Oktober-Hochs. Damals hatte eine Partnerschaft mit Brookfield Asset Management über bis zu 5 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren die Fantasie beflügelt. Mit der neuen Kreditlinie ist das Unternehmen nun besser aufgestellt, diese Projekte auch umzusetzen.

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