Der Brennstoffzellen-Hersteller Bloom Energy hat den Sprung in den renommierten Bloomberg 500 Index geschafft. Hinter diesem Aufstieg in die Liga der wertvollsten US-Unternehmen steht ein massiver Auftragsboom durch den rasanten Ausbau von KI-Rechenzentren. Doch angesichts einer atemberaubenden Kursrallye der vergangenen Monate rückt nun eine entscheidende Frage in den Fokus: Ist die hohe Bewertung des Unternehmens noch gerechtfertigt?

Index-Aufnahme und Kursrallye

Mit dem heutigen Handelsstart wird Bloom Energy offiziell im Bloomberg 500 gelistet. Die Aufnahme zwingt Indexfonds, die diesen Leitindex abbilden, die Papiere zu kaufen, was die Nachfrage nach der Aktie strukturell stützt. Dieser Schritt ist das Resultat einer außergewöhnlichen Entwicklung: Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet der Titel ein Plus von über 500 Prozent, und auch seit Beginn dieses Jahres steht bereits ein Zuwachs von rund 62 Prozent zu Buche.

KI-Rechenzentren als Wachstumsmotor

Treiber dieser Entwicklung ist der immense Energiehunger der künstlichen Intelligenz. Technologiekonzerne suchen händeringend nach verlässlichen Stromquellen für neue Rechenzentren. Bloom Energy bietet hier mit seinen Festoxid-Brennstoffzellen eine Lösung, die unabhängig vom oft jahrelangen Ausbau der Stromnetze funktioniert. Ein Projekt für den Softwarekonzern Oracle konnte beispielsweise in nur 55 Tagen realisiert werden.

Diese Geschwindigkeit spiegelt sich in den Auftragsbüchern wider. Der gesamte Auftragsbestand summierte sich zuletzt auf 20 Milliarden US-Dollar. Für das Jahr 2026 rechnet das Management mit einem Umsatz zwischen 3,1 und 3,3 Milliarden US-Dollar, was die bisherigen Erwartungen der Analysten deutlich übertrifft. Zudem sichert eine im Herbst 2025 geschlossene Finanzierungspartnerschaft mit Brookfield Asset Management über fünf Milliarden US-Dollar die Umsetzung künftiger Großprojekte ab.

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Hohe Erwartungen, hohe Bewertung

Die fundamentale Entwicklung ist stark, doch die Markteuphorie hat ihren Preis. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist mittlerweile auf das 16-Fache gestiegen – der historische Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag bei einem Wert von drei. Obwohl das Unternehmen im vierten Quartal einen Rekordumsatz erzielte, blieb unter dem Strich nach US-Rechnungslegungsstandard (GAAP) kaum Gewinn übrig.

Gleichzeitig birgt die geplante Verdopplung der Produktionskapazität bis Ende des Jahres operative Risiken, etwa durch mögliche Lieferkettenprobleme oder Kostenüberschreitungen. Analysten der Bank of America weisen zudem darauf hin, dass die Brookfield-Partnerschaft noch am Anfang stehe und die aktuelle Bewertung der Aktie kaum noch Spielraum nach oben lasse.

Die kommenden Quartale müssen nun beweisen, dass Bloom Energy in diese ambitionierte Bewertung hineinwachsen kann. Analysten prognostizieren für das laufende Jahr einen Gewinn von 0,96 US-Dollar je Aktie, der bis 2027 auf 2,50 US-Dollar steigen soll. Mit der heutigen Aufnahme in den Bloomberg 500 hat das Unternehmen den Übergang vom Nischenanbieter zum etablierten US-Standardwert formell vollzogen – nun muss die operative Profitabilität im gleichen Tempo folgen wie das Umsatzwachstum.

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