Almonty Industries notiert auf dem höchsten Stand seit Jahren. Analysten erhöhen ihre Kursziele deutlich, institutionelle Investoren bauen Positionen auf – und die Wolfram-Mine Sangdong in Südkorea nimmt den Betrieb auf. Der Hintergrund: eine globale Wolfram-Versorgungskrise, die westliche Produzenten in eine strategisch bedeutsame Position rückt.

Analysten revidieren Kursziele nach oben

Die jüngste Neubewertung kommt von DA Davidson. Die Investmentbank hob ihr Kursziel von 18,00 auf 25,00 US-Dollar an und bestätigte die Kaufempfehlung. Begründung: ein als „übermäßig" eingestuftes Angebotsdefizit aus der Minenproduktion. DA Davidson erwartet, dass der wöchentliche Fastmarkets-Preis für Wolfram die Marke von 2.000 US-Dollar je metrischer Tonneneinheit (mtu) überschreiten könnte.

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Damit steht DA Davidson nicht allein. Couloir Capital erhöhte sein Kursziel im laufenden Zyklus um mehr als 150 Prozent – von 7,69 auf 19,30 kanadische Dollar – und verwies auf anhaltend hohe Wolframpreise über 1.000 US-Dollar je mtu sowie den Produktionshochlauf in Sangdong. B. Riley Financial passte sein Ziel auf 17,00 US-Dollar an. Der Analystenkonsens lautet derzeit „Moderate Buy".

Sangdong nimmt Betrieb auf

Der erste Erztransport hat die Sangdong-Anlage verlassen – damit ist der aktive Bergbaubetrieb offiziell angelaufen. Die Aufbereitungsanlagen laufen planmäßig, eine schrittweise Kapazitätssteigerung bis 2027 ist vorgesehen. Das Vorkommen in der Provinz Gangwon gilt mit Reserven von 7,9 Millionen Tonnen als eine der bedeutendsten Wolfram-Lagerstätten der Welt.

Eine Phase-II-Erweiterung soll die Jahreskapazität bis 2027 auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen steigern. Daneben hob Couloir Capital eine geplante Kapazitätserweiterung der Panasqueira-Mine in Portugal sowie Fortschritte beim Gentung-Browns-Lake-Projekt in den USA hervor, das noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 betriebsbereit sein könnte.

Chinas Exportbeschränkungen als Treiber

Der makroökonomische Hintergrund erklärt die Dynamik. China kontrolliert schätzungsweise 75 bis 80 Prozent des globalen Wolframangebots und verschärfte Ende 2025 seine Exportbeschränkungen erheblich. Laut BMO Capital Markets kamen chinesische Wolframexporte zeitweise vollständig zum Erliegen. Der Wolframpreis stieg 2025 daraufhin um mehr als 160 Prozent und legte auch Anfang 2026 weiter zu.

Die Nachfrage wächst, getrieben durch den Einsatz von Wolfram in Hochleistungshalbleitern und militärischer Ausrüstung. Almonty verfolgt das Ziel, mindestens 40 Prozent des nicht-chinesischen Weltmarkts zu beliefern.

Institutionelle Investoren erhöhen Engagements

Das institutionelle Interesse spiegelt sich in konkreten Zahlen wider. Die Zahl der Fonds mit Positionen stieg im vergangenen Quartal um mehr als 55 Prozent auf 107. Van Eck Associates weitete seine Beteiligung um 13.294,7 Prozent auf 11,24 Millionen Aktien aus – ein Gegenwert von rund 99 Millionen US-Dollar. Encompass Capital Advisors investierte etwa 25,6 Millionen US-Dollar, Next Century Growth Investors rund 16,3 Millionen US-Dollar.

Die Aktie notierte zuletzt bei 22,28 US-Dollar, was einer Marktkapitalisierung von rund 5,01 Milliarden US-Dollar entspricht. Vor 52 Wochen lag der Kurs noch bei 1,00 US-Dollar.

Quartalszahlen als nächster Prüfstein

Am 19. März legt Almonty seine Quartalsergebnisse vor. Der Bericht wird erstmals konkrete Finanzdaten liefern, die sowohl das erhöhte Wolfram-Preisniveau als auch den Produktionshochlauf in Sangdong abbilden – und damit zeigen, ob die operative Entwicklung mit den gestiegenen Markterwartungen Schritt hält.

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