Bei BYD zeichnet sich derzeit ein klarer Kontrast ab: Während das internationale Geschäft stark wächst, schwächelt der Heimatmarkt in China spürbar. Am 27. März wird der Vorstand nun die endgültigen Zahlen für 2025 sowie die Dividende präsentieren und damit belegen, wie gut die globalen Erfolge die heimische Nachfragedelle ausgleichen können.

Heimatmarkt unter Druck

Auf dem chinesischen Markt sieht sich der Konzern derzeit mit deutlichem Gegenwind konfrontiert. Im Februar sanken die Fahrzeugverkäufe im Jahresvergleich um 41 Prozent auf gut 190.000 Einheiten. Selbst bereinigt um die Effekte des chinesischen Neujahrsfestes verzeichnete BYD in den ersten beiden Monaten dieses Jahres ein Minus von rund 36 Prozent.

Verantwortlich für diesen Rückgang sind vor allem strukturelle Faktoren: Seit Anfang 2026 greift in China eine neue Kaufsteuer von fünf Prozent auf Elektroautos, während gleichzeitig alte Förderprogramme ausgelaufen sind. Zudem sichern sich Konkurrenten wie Geely und Leapmotor zunehmend Marktanteile im wichtigen mittleren Preissegment, das bisher von BYD dominiert wurde.

Exporte und neue Technik als Gegenpol

Völlig anders präsentiert sich die Lage im Ausland. Im Februar überstiegen die Fahrzeugexporte mit über 100.600 Einheiten erstmals in der Unternehmensgeschichte die Inlandsverkäufe – ein Zuwachs von rund 50 Prozent. In Europa konnte BYD im Januar bei den Neuzulassungen sogar Tesla überholen. Um das globale Exportziel von 1,3 Millionen Fahrzeugen für das Jahr 2026 zu erreichen, baut das Unternehmen seine internationale Produktion zügig aus. Ein neues Werk in Ungarn soll bereits im zweiten Quartal die Serienfertigung aufnehmen.

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Flankiert wird diese Expansion von einer technologischen Offensive. Mit der neuen "Blade Battery 2.0", die eine höhere Energiedichte aufweist, und einem Megawatt-Schnellladesystem will der Konzern seine Wettbewerbsposition festigen. Die neue Ladetechnik soll Reichweiten von bis zu 500 Kilometern in nur fünf Minuten nachladen können.

Blick auf die Bilanz

An der Börse spiegelt sich diese Zweiteilung der Geschäftsentwicklung deutlich wider. Die Aktie notierte gestern bei gut 98 Hongkong-Dollar und bewegt sich damit weiterhin in der Nähe ihres im Februar markierten 52-Wochen-Tiefs. Vom Höchststand im Mai 2025 bei über 159 Hongkong-Dollar ist das Papier weit entfernt. Zwar stieg der Umsatz in den ersten neun Monaten 2025 um knapp 13 Prozent, doch die Gewinne waren im zweiten und dritten Quartal rückläufig.

Doch wie stark belasten die jüngsten Preiskämpfe und Infrastrukturinvestitionen tatsächlich die Margen? Die Antwort darauf liefert der 27. März. An diesem Tag wird der Vorstand die testierten Jahresergebnisse für 2025 absegnen und über die finale Dividende entscheiden, deren Rendite auf Basis der Vorjahresausschüttung aktuell bei 4,42 Prozent liegt.

Analysten trauen BYD im laufenden Jahr 2026 dank der neuen Batterieplattform einen Absatz von rund 4,9 Millionen Fahrzeugen zu. Die anstehende Bilanzvorlage Ende des Monats wird konkrete Daten dazu liefern, ob der Konzern finanziell auf Kurs für dieses Ziel ist und welche Ausschüttung die Aktionäre für das abgelaufene Jahr erhalten.

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