Nvidia steht vor einer richtungsweisenden Woche. Am 25. Februar veröffentlicht der KI-Chip-Gigant die Zahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Die Aktie notiert aktuell bei 182,81 Dollar – ein Minus von 2,2 Prozent in den vergangenen Tagen. Damit entwickelt sich der Titel schwächer als der breite Halbleitermarkt.

Die wichtigsten Fakten:
- UBS hebt Kursziel auf 245 Dollar an – 34 Prozent Potenzial
- Nvidia hinkt dem Sektor hinterher: Minus 1,98 Prozent seit Jahresbeginn
- Hyperscaler investieren 700 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur
- AMD und Amazon setzen zunehmend auf eigene Chips

UBS erhöht Kursziel vor GTC-Konferenz

Die Investmentbank UBS hat ihr Kursziel für Nvidia von 235 auf 245 Dollar angehoben und bleibt bei der Kaufempfehlung. Die Analysten verweisen auf positive Signale aus der Lieferkette und erwarten, dass die Q4-Ergebnisse die Unternehmensprognose übertreffen werden. Treiber sollen robuste Bruttomargen und anhaltend starke Produktionszahlen sein.

Das neue Kursziel impliziert vom aktuellen Niveau aus rund 34 Prozent Aufwärtspotenzial. UBS zeigt sich überzeugt, dass die Blackwell-Chip-Generation weiter Fahrt aufnimmt und Lieferengpässe weitgehend überwunden sind.

Aktienkurs hinkt Wettbewerbern hinterher

Trotz optimistischer Analystenstimmen entwickelt sich die Nvidia-Aktie schwächer als der Sektor. Während der VanEck Semiconductor ETF in der vergangenen Woche um 1,51 Prozent zulegte, verlor Nvidia 1,4 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 1,98 Prozent zu Buche – der Halbleitersektor insgesamt liegt im Plus von 13,21 Prozent.

Diese Divergenz überrascht, zumal die großen Cloud-Anbieter massive Investitionen in KI-Infrastruktur angekündigt haben. Microsoft, Amazon und Alphabet wollen zusammen rund 700 Milliarden Dollar in den Ausbau ihrer KI-Kapazitäten stecken.

Wettbewerb verschärft sich

Arista Networks hat seine KI-Umsatzprognose für 2026 auf 3,25 Milliarden Dollar angehoben – ein Signal für anhaltend starke Nachfrage nach KI-Hardware. Gleichzeitig erwähnte das Netzwerkunternehmen gestiegenes Kundeninteresse an AMD-Systemen, was am Freitag auf den Nvidia-Kurs drückte.

Amazon nutzte seinen jüngsten Earnings Call, um 27 Mal die eigenen Trainium-Chips zu erwähnen. Der Konzern kündigte Investitionen von 200 Milliarden Dollar für 2026 an – und macht damit deutlich, dass er sich von Nvidia unabhängiger machen will.

AMD meldete am 3. Februar Quartalszahlen über den Erwartungen. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 1,53 Dollar übertraf den Konsens von 1,32 Dollar um 16 Prozent. Der Umsatz lag bei 10,27 Milliarden Dollar nach erwarteten 9,67 Milliarden Dollar. Dennoch brach die Aktie am Folgetag um 17 Prozent ein. Der Ausblick für Q1 2026 mit 9,8 Milliarden Dollar enttäuschte Investoren, die angesichts des KI-Booms mehr erwartet hatten.

Marktbeobachter sehen Nvidia als Lackmustest

Rob Sluymer, technischer Stratege bei RBC Wealth Management, bezeichnete die Nvidia-Zahlen als "wirklich aussagekräftigen Punkt für den Gesamtmarkt". Sollte Nvidia die Erwartungen verfehlen oder die Zahlen negativ aufgenommen werden, könnte das eine breitere Korrektur bei Technologiewerten auslösen.

CNBC-Moderator Jim Cramer beobachtet, dass Nvidia derzeit "zwischen 196 und 186 Dollar pendelt, dann wieder zwischen 193 und 183 Dollar" – ein Zeichen der Unsicherheit vor den Quartalszahlen.

Kennzahl Wert
Aktueller Kurs 182,81 Dollar
Marktkapitalisierung ~4,5 Billionen Dollar
KGV 45,28
52-Wochen-Spanne 86,62 - 212,19 Dollar
Q4-Zahlen 25. Februar 2026
UBS-Kursziel 245 Dollar

Zahlen als Richtungsentscheidung

Der 25. Februar dürfte für die weitere Kursentwicklung entscheidend sein. Die Nachfrage der Hyperscaler bleibt hoch, doch der Wettbewerbsdruck durch AMD und die Eigenentwicklungen der Cloud-Konzerne nimmt zu. Investoren werden neben den Quartalsergebnissen vor allem den Ausblick genau prüfen. Die Frage ist, ob Nvidia seine Dominanz im KI-Chip-Markt halten kann – oder ob die Konkurrenz langsam aufholt.

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