Bitfarms vollzieht einen radikalen Strategiewechsel – und die Anleger honorieren das. Die Aktie des Bitcoin-Miners legte am Freitag deutlich zu, nachdem das Unternehmen seinen Rückzug aus Lateinamerika abgeschlossen und die Weichen für eine Neuausrichtung auf künstliche Intelligenz gestellt hat. Doch kann dieser Umbau die chronischen Verluste wirklich beenden?

Lateinamerika-Exit abgeschlossen

Der jüngste Schritt ist symbolträchtig: Bitfarms verkaufte seine 70-Megawatt-Anlage in Paso Pe, Paraguay, für bis zu 30 Millionen US-Dollar. Damit zieht sich das kanadische Unternehmen vollständig aus Lateinamerika zurück und konzentriert seine Aktivitäten auf Nordamerika. Das freigewordene Kapital soll in Energieinfrastruktur-Projekte auf dem Heimatmarkt fließen.

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Parallel dazu verstärkt Bitfarms seine Neuausrichtung auf den Governance-Ebenen. Mitte Januar übernahm Edie Hofmeister den Vorsitz im Aufsichtsrat – mit dem klaren Auftrag, die geplante Verlegung des Firmensitzes in die USA voranzutreiben. Die Maßnahme soll die Unternehmensstruktur mit dem operativen Schwerpunkt in Einklang bringen.

KI statt Krypto-Mining

Die eigentliche Transformation läuft jedoch tiefer: Bitfarms steigt ins Geschäft mit Hochleistungsrechenzentren für künstliche Intelligenz ein. CEO Ben Gagnon begründet den Schritt mit der höheren Wertschöpfung pro Energieeinheit. Anders als das volatile Bitcoin-Mining versprechen langfristige HPC-Verträge stabilere Einnahmen – ein Argument, das angesichts negativer Gewinnmargen an Gewicht gewinnt.

Der Kursverlauf spiegelt die Skepsis der Investoren wider: Am 20. Januar brach die Aktie um über 10 Prozent ein, als legislative Verzögerungen den gesamten Krypto-Sektor belasteten. Die aktuelle Erholung zeigt jedoch, dass der Markt dem strategischen Umbau eine Chance gibt.

Bewährungsprobe im März

Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich mit „Strong Buy" oder „Moderate Buy". Die nächste Bewährungsprobe folgt am 26. März 2026, wenn Bitfarms die Quartalszahlen vorlegt. Bis dahin werden Fortschritte bei der US-Verlagerung und konkrete Updates zu den KI-Projekten darüber entscheiden, ob aus dem strategischen Versprechen messbare Ergebnisse werden.

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