Bitfarms Aktie: Radikaler Strategiewechsel
Bitfarms löst sich zunehmend von seiner reinen Identität als Bitcoin-Miner. Während der Kryptosektor unter Verkaufsdruck durch "Wale" leidet, forciert das Unternehmen die Expansion in die Bereiche Künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance Computing. Die zentrale Frage für Anleger lautet: Kann die neue Strategie die Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs brechen und durch die KI-Diversifizierung nachhaltiges Wachstum sichern?
Fokus auf NVIDIA und KI-Infrastruktur
Der technologische Wandel im Unternehmen nimmt konkrete Formen an. Aktuelle Berichte bestätigen, dass der Standort im US-Bundesstaat Washington massiv umgerüstet wird. Ziel ist der Betrieb von Rechenzentren, die speziell auf die Anforderungen der neuen Vera Rubin GPUs von NVIDIA ausgelegt sind.
Dieser Schritt ist mehr als nur Kosmetik: Das Management zielt darauf ab, stabile Einnahmequellen im margenstarken Markt für KI-Infrastruktur zu erschließen. Damit reagiert Bitfarms direkt auf die Volatilität am Kryptomarkt, wo der Bitcoin-Preis zuletzt wieder unter Druck geriet und das klassische Mining-Geschäft belastete.
Umbau der Unternehmensstruktur
Flankiert wird die technische Neuausrichtung durch tiefgreifende organisatorische Änderungen. Bitfarms bereitet die Verlegung des Unternehmenssitzes in die USA vor, um von einem günstigeren regulatorischen Umfeld für digitale Assets zu profitieren. Edie Hofmeister wurde in diesem Zuge zur neuen Verwaltungsratsvorsitzenden ernannt, um den Übergang zu steuern.
Gleichzeitig schichtet der Konzern Kapital um. Der kürzlich abgeschlossene Verkauf der Aktivitäten in Paraguay spülte bis zu 30 Millionen US-Dollar in die Kassen. Diese Mittel werden nun gezielt aus dem lateinamerikanischen Markt abgezogen, um das Wachstum der KI- und Mining-Infrastruktur in Nordamerika zu finanzieren.
Wetten auf die Zukunft
Trotz technischer Widerstände und einer "Sell"-Einschätzung einiger Analysten zeigt sich am Derivatemarkt ein anderes Bild. Marktbeobachter registrierten ungewöhnliche Aktivitäten bei Call-Optionen, insbesondere mit Laufzeiten bis 2026 und 2027. Dies deutet darauf hin, dass institutionelle Investoren auf eine Erholung spekulieren und dem strategischen Schwenk langfristig Erfolg zutrauen. Auch die hohe Short-Quote von fast 17 Prozent zeigt, dass die Aktie aktuell ein Schlachtfeld zwischen Skeptikern und Überzeugten bleibt.
Nach einer beeindruckenden Rallye seit Jahresanfang mit einem Plus von über 45 Prozent notiert das Papier aktuell bei 3,78 CAD. Damit hat sich der Kurs zwar deutlich vom 52-Wochen-Tief bei 0,63 CAD gelöst, liegt aber weiterhin rund 32 Prozent unter dem Höchststand vom Oktober. Ob die Transformation gelingt, dürfte davon abhängen, wie schnell die neuen KI-Kapazitäten monetarisiert werden können.
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