Bitcoin zeigt sich weiter schwach. Nach einem kurzen Aufbäumen im asiatischen Handel bröckelt die Kryptowährung in den US-Stunden erneut ab. Die 90.000-Dollar-Marke bleibt außer Reichweite – und das trotz sich aufhellender Rahmenbedingungen. Was hält BTC zurück?

Muster wiederholt sich

Der Handelsverlauf am 19. Dezember folgt einem bekannten Schema: Während der asiatischen Handelszeiten kletterte Bitcoin von 85.200 auf 89.000 Dollar, angetrieben durch die Zinsentscheidung der Bank of Japan. Doch sobald die US-Märkte öffneten, kippte die Stimmung. Die Kryptowährung fiel zurück auf rund 88.000 Dollar – ein Muster, das sich die gesamte Woche durchzieht.

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Vom Allzeithoch bei 126.080 Dollar im Oktober trennen Bitcoin mittlerweile 30 Prozent. Bemerkenswert: Die Marktdominanz der Leitwährung ist auf 60 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit Mitte November. Kapital fließt aus Altcoins ab und konzentriert sich auf BTC.

ETFs bleiben stabil

Trotz der Kursschwäche zeigt sich eine interessante Entwicklung bei den institutionellen Investoren. Die Bitcoin-ETFs verzeichneten zwar am 18. Dezember Abflüsse von 161 Millionen Dollar – nach einem starken Zutag von 457 Millionen Dollar. Doch die Gesamtbilanz offenbart eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit:

  • Verwaltetes Vermögen: 111 Milliarden Dollar (1,32 Millionen BTC)
  • BlackRock IBIT: Weiterhin Zuflüsse von 33 Millionen Dollar
  • Rückgang seit Oktober-Hoch: Nur 4 Prozent weniger verwaltete BTC

Das bedeutet: Der Großteil des Verkaufsdrucks kommt nicht von den ETF-Investoren. Während Bitcoin um 36 Prozent vom Höchststand gefallen ist, blieben die gehaltenen BTC-Mengen nahezu konstant.

Derivate-Markt wird bullischer

Am Terminmarkt zeichnet sich eine Trendwende ab. Die Finanzierungsrate stieg auf 0,085 Prozent – der höchste Wert seit dem 21. November. Gleichzeitig positionieren sich 66 Prozent der Händler auf steigende Kurse. Die offenen Positionen nahmen schneller zu als der Kurs, was auf neue Long-Positionen mit Hebel hindeutet.

Technisch bewegt sich Bitcoin in einer engen Spanne: Die 50-Tage-Linie bei 88.177 Dollar und die 20-Tage-Linie bei 86.997 Dollar laufen zusammen. Die Bollinger-Bänder verengen sich zwischen 88.605 und 84.969 Dollar – klassische Anzeichen für eine bevorstehende Volatilitätsexpansion.

Regulierung als Rückenwind

Die politischen Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter positiv. Der Senat bestätigte den kryptofreundlichen Mike Selig als CFTC-Vorsitzenden. Die Federal Reserve zog ihre restriktiven Krypto-Richtlinien von 2023 zurück und schuf einen formalen Rahmen für Banken im Krypto-Geschäft.

Citigroup veröffentlichte am 19. Dezember ihre Kursziele für die kommenden zwölf Monate: Im Basisszenario erwarten die Analysten 143.000 Dollar – ein Plus von 62 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Im bullischen Fall sehen sie sogar 189.000 Dollar. Die Prognose basiert auf fortgesetzten ETF-Zuflüssen von etwa 15 Milliarden Dollar und einem stabilen Aktienmarkt.

Entscheidende Zone erreicht

Die nächsten Tage dürften Klarheit bringen. Solange Bitcoin unter 90.000 Dollar notiert, bleiben die Verkäufer am Drücker. Ein Bruch dieser Marke könnte dagegen Momentum-Käufe auslösen – begünstigt durch die gestiegenen Long-Positionen im Derivate-Markt. Nach unten bildet die Zone um 85.000 Dollar die erste wichtige Unterstützung. Darunter wird die Luft dünner: Bei 78.500 Dollar verläuft die nächste Auffanglinie, die auch Citi als kritische Marke in ihrem Bear-Case-Szenario identifiziert.

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