BioNTech startet ins erste Quartal 2026 mit einer Klage gegen Moderna, bevorstehenden Jahreszahlen und einer erweiterten Führungsriege. Der Mainzer Biotech-Konzern kämpft an mehreren Fronten: Während die Onkologie-Pipeline voranschreitet, streitet man sich mit dem US-Rivalen um lukrative Impfstoff-Technologie.

Klage gegen Moderna eingereicht

BioNTech hat Klage gegen Moderna eingereicht und wirft dem Konkurrenten vor, mit dem COVID-19-Impfstoff mNEXSPIKE patentierte Technologie zu nutzen. Der Vorwurf: Modernas Vakzin nutze eine mRNA-Konstruktion, die nur Schlüsselteile des Spike-Proteins enthält statt der vollständigen Version – eine Methode, die BioNTech entwickelt und patentiert haben will.

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Die finanziellen Dimensionen sind beachtlich. Moderna erzielte laut Gerichtsunterlagen bis zum dritten Quartal 2025 rund 1,17 Milliarden Dollar Umsatz mit COVID-Impfstoffen. mNEXSPIKE soll in der Saison 2025/2026 etwa 55 Prozent der COVID-Impfstoffverkäufe ausmachen. BioNTech fordert Schadenersatz und argumentiert, Moderna habe die Patente bewusst und fortlaufend verletzt. Moderna kündigte an, sich energisch zu verteidigen.

Jahreszahlen am 10. März

Am 10. März legt BioNTech die Zahlen für das Gesamtjahr 2025 vor. Die Erwartungen sind klar umrissen: Das Unternehmen hat die Umsatzprognose für 2025 auf 2,6 bis 2,8 Milliarden Euro angehoben und verfügte Ende Dezember über liquide Mittel von 17,2 Milliarden Euro. Für 2026 rechnet BioNTech mit leicht rückläufigen Comirnaty-Erlösen, bedingt durch veränderte Impfempfehlungen in den USA und den Übergang von Mehrjahresverträgen zu privaten Märkten.

Im dritten Quartal 2025 erzielte BioNTech 1,52 Milliarden Euro Umsatz bei einem Nettoverlust von 28,7 Millionen Euro. Onkologie-Umsätze erwartet das Unternehmen für 2026 noch nicht.

Fokus auf Onkologie

BioNTech treibt den Umbau zum Onkologie-Konzern voran. Bis Ende 2026 sollen 15 Phase-3-Studien laufen, sieben Spätphasen-Ergebnisse werden im laufenden Jahr erwartet. Bis 2030 und darüber hinaus plant das Unternehmen mindestens 17 weitere Late-Stage-Readouts. Die Pipeline konzentriert sich auf Lungen-, Brust-, Magen-Darm- und gynäkologische Krebsarten.

In den vergangenen zwei Jahren hat BioNTech die Zahl seiner Phase-2- und Phase-3-Studien auf über 25 mehr als verdoppelt. Jüngste Highlights: ermutigende Phase-2-Daten für Pumitamig bei dreifach-negativem Brustkrebs und der Abschluss der CureVac-Übernahme. Von Bristol Myers Squibb flossen 1,5 Milliarden Dollar aus einer Kollaboration.

Zum 1. März verstärkt Kylie Jimenez als Chief People Officer den Vorstand. Die erfahrene HR-Managerin soll die Personalstrategie für den geplanten Wandel zum Multi-Produkt-Onkologie-Unternehmen bis 2030 entwickeln.

Die Analystenmeinungen gehen auseinander: Goldman Sachs stufte BioNTech Mitte Januar hoch und zeigte sich konstruktiv zur strategischen Umsetzung. Leerink hingegen senkte Anfang Februar auf "Market Perform" – nach Einschätzung der Analysten lässt die vorangegangene Kurserholung weniger Spielraum nach oben.

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