BioNTech verschiebt den Schwerpunkt klar weg vom Corona-Geschäft hin zu Krebsmedikamenten – und genau dieser Strategiewechsel rückt jetzt stärker in den Mittelpunkt der Anleger. Eine deutliche Hochstufung durch Goldman Sachs sorgt für Rückenwind, weil sie die Pipeline im Onkologie-Bereich ausdrücklich in den Vordergrund stellt. Entscheidend ist dabei weniger der kurzfristige Kurssprung als die Frage, ob BioNTech den Übergang zu einem breit aufgestellten Krebs-Spezialisten konsequent umsetzen kann.

Deutlicher Vertrauensbeweis von Goldman Sachs

Goldman Sachs hat die Einstufung für BioNTech von „Neutral“ auf „Buy“ angehoben und zugleich das Kursziel spürbar erhöht – von 115 auf 142 US‑Dollar. Die Analysten begründen diesen Schritt mit den Fortschritten im Onkologie-Geschäft und einer klareren strategischen Ausrichtung jenseits des COVID‑19‑Impfstoffs.

An der Börse kam das gut an: Am Freitag legte die Aktie um rund 2,3 % auf 94,30 Euro zu. Auf Wochensicht summiert sich damit ein Plus von knapp 9,5 %, im 30‑Tage‑Vergleich sind es gut 20 %. Trotz dieser Erholung liegt der Titel auf Sicht von zwölf Monaten aber weiter rund 14 % im Minus und noch gut 21 % unter dem 52‑Wochen‑Hoch – die Bewegung wirkt damit eher wie eine erste Aufholphase als wie ein abgeschlossener Trend.

Onkologie-Pipeline rückt ins Zentrum

Kern der positiven Neubewertung ist der Umbau der Produktpipeline. BioNTech arbeitet daran, sich von einem im Kern COVID‑abhängigen Unternehmen zu einem Multi-Produkt-Anbieter im Bereich Onkologie zu entwickeln. Künftige Bewertungsmaßstäbe hängen damit deutlich stärker an klinischen Erfolgen als an Impfstoffumsätzen.

Besonders im späten Entwicklungsstadium will das Unternehmen deutlich hochschalten. Bis Ende 2026 sollen 15 Phase‑3‑Studien im Onkologie-Bereich laufen. Für Anleger sind diese Programme zentral, weil sie die Basis für mögliche Zulassungen und neue Umsatzquellen bilden.

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2026 wird dabei zu einem Schlüsseljahr: Sieben späte Datenveröffentlichungen („late-stage data readouts“) sind allein für dieses Jahr angekündigt. Diese Ergebnisse dienen als Gradmesser, ob der eingeschlagene Weg trägt – positive Daten könnten die aktuelle Neubewertung stützen, Rückschläge dagegen spürbaren Druck aufbauen.

Finanzielle Basis und Wachstumsplan

Der strategische Schwenk ist nicht nur inhaltlich, sondern auch finanziell unterlegt. BioNTech verfügt laut Analyse über eine sehr starke Liquiditätsbasis mit mehr als 17 Milliarden US‑Dollar an Barmitteln. Diese Mittel sollen den massiven Ausbau der Forschung und Entwicklung im Onkologie-Segment absichern.

Die Analysten von Goldman Sachs sehen darin einen kalkulierten Übergang: Mit dem Cash-Polster kann BioNTech die Zeit bis zu möglichen Marktzulassungen neuer Krebspräparate überbrücken und parallel eine „nächste Generation“ von Umsatzströmen aufbauen. Für den Markt ist wichtig, dass diesem Plan konkrete klinische Meilensteine zugeordnet sind – etwa die genannten Phase‑3‑Programme und Datenereignisse im Jahr 2026.

Stichpunkte der Goldman-Sachs-Argumentation im Überblick:

  • Neues Kursziel: 142 US‑Dollar (vorher 115 US‑Dollar)
  • Klinische Expansion: Ziel von 15 Phase‑3‑Onkologie-Studien bis Ende 2026
  • Katalysatoren: Sieben späte Daten-Readouts im Jahr 2026
  • Finanzielle Basis: Über 17 Milliarden US‑Dollar an liquiden Mitteln zur Finanzierung der F&E-Offensive

Optionsmarkt signalisiert zusätzlichen Optimismus

Die positive Analystenstimme bleibt nicht der einzige Stimmungsindikator. Laut Marktinformationen zeigt sich auch im Optionshandel ein klarer Bias zugunsten steigender Kurse: Das Volumen an Call-Optionen liegt deutlich über dem an Put-Optionen. Große Marktteilnehmer positionieren sich damit vermehrt auf der Long-Seite.

In der Kombination aus Hochstufung, angehobenem Kursziel und bullischem Optionsbild spiegelt sich ein Szenario wider, in dem BioNTechs Onkologie-Strategie mittelfristig Früchte trägt. Kurzfristig bleibt die Aktie zwar trotz der jüngsten Erholung unter ihrem Jahresstartniveau und deutlich unter dem Hoch vom Januar 2025, doch für 2026 sind die Weichen klar gestellt: Entscheidend werden die klinischen Datenveröffentlichungen und der Fortschritt bei den geplanten Phase‑3‑Studien sein, an denen sich die aktuelle Zuversicht messen lassen muss.

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