BioNTech startet ins Jahr 2026 mit gleich mehreren wichtigen Weichenstellungen: Am 10. März stehen die Jahreszahlen an, parallel läuft eine neue Patentklage gegen Moderna – und die Onkologie-Pipeline nimmt Fahrt auf. Sieben klinische Datenpunkte aus späten Studienphasen werden 2026 zeigen, ob der strategische Schwenk vom COVID-Impfstoff zum Krebsmedikament gelingt.

Patentstreit mit Moderna eskaliert

Am 19. Februar 2026 reichte BioNTech Klage gegen Moderna vor einem Bundesgericht in Delaware ein. Vorwurf: Der COVID-Impfstoff mNEXSPIKE von Moderna verletze ein Patent von BioNTech und Pfizer zu deren Vakzin Comirnaty.

Konkret geht es um Technologie für ein optimiertes mRNA-Impfstoffdesign, das mit geringerer Dosierung auskommt. mNEXSPIKE wurde 2025 von der FDA zugelassen und soll laut BioNTechs Klageschrift rund 55 Prozent der COVID-Impfstofferlöse von Moderna in der Saison 2025/2026 ausmachen – für beide Unternehmen steht also viel auf dem Spiel.

BioNTech begründete den Schritt mit dem Schutz seiner „mRNA-basierten Innovationen, die das Unternehmen entwickelt und patentiert hat". Moderna kündigte an, sich gegen die Vorwürfe zur Wehr zu setzen. Der Rechtsstreit reiht sich ein in einen bereits seit 2022 laufenden Patentkrieg, den Moderna gegen BioNTech und Pfizer wegen Comirnaty führt.

Jahreszahlen und Ausblick am 10. März

Die vollständigen Zahlen für 2025 legt BioNTech am Dienstag, 10. März 2026, vor. Im dritten Quartal 2025 hatte das Unternehmen Umsatzerlöse von 1,52 Milliarden Euro erzielt – ein Plus gegenüber dem Vorjahr – bei einem Nettoverlust von 28,7 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2025 erhöhte BioNTech die Umsatzprognose auf 2,6 bis 2,8 Milliarden Euro, nachdem eine Milliardenzahlung aus der Kooperation mit Bristol Myers Squibb eingeflossen war.

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Per 31. Dezember 2025 verfügte BioNTech über liquide Mittel und Wertpapieranlagen von 17,2 Milliarden Euro – ein finanzielles Polster, das den Ausbau der Onkologie-Pipeline ohne Kapitaldruck ermöglicht. Erlöse aus dem Verkauf von Krebsmedikamenten erwartet das Unternehmen für 2026 allerdings noch nicht.

15 Phase-III-Studien bis Jahresende geplant

Das Herzstück der Strategie ist die Onkologie. Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference im Januar legte BioNTech ehrgeizige Ziele vor: Bis Ende 2026 sollen 15 Phase-III-Studien laufen – Anfang 2025 waren es erst zwei. Sieben Datenpunkte aus späten Studienphasen sind für 2026 angekündigt, fünf davon gelten als potenziell zulassungsrelevant.

Die FDA erteilte im Januar 2026 den Fast-Track-Status für BNT113, eine mRNA-basierte Krebsimmuntherapie zur Behandlung von HPV16-positivem Kopf-Hals-Karzinom. Die Zulassung beschleunigt Entwicklung und Prüfung von Therapien für schwerwiegende Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf.

CureVac-Übernahme abgeschlossen

Im Dezember 2025 schloss BioNTech die Übernahme von CureVac ab. Rund 86,75 Prozent der Aktien wurden angedient, die Squeeze-out-Verfahren für die verbleibenden Anteile sollten Anfang 2026 abgeschlossen sein. BioNTech begründete den Schritt mit der Ergänzung eigener Fähigkeiten in mRNA-Design, Formulierung und Herstellung – und als Unterstützung für die gemeinsame Entwicklung von Pumitamig (BNT327) mit Bristol Myers Squibb.

Zudem verstärkte BioNTech die Führungsebene: Kylie Jimenez übernahm zum 1. März 2026 den neu geschaffenen Posten der Chief People Officer. Sie soll die Personalstrategie auf dem Weg zum „Multi-Produkt-Onkologie-Unternehmen bis 2030" vorantreiben.

Jahreszahlen als erster Gradmesser

Für BioNTech wird 2026 zum Lackmustest. Die Pipeline ist breit aufgestellt, die Kasse gut gefüllt, die Partnerschaften zahlreich. Doch entscheidend sind jetzt die klinischen Daten: Ob die sieben angekündigten Studienergebnisse das Versprechen einlösen, den Übergang vom COVID-Impfstoffhersteller zum diversifizierten Krebstherapie-Unternehmen zu schaffen, wird die Bewertung der Aktie maßgeblich prägen. Die Zahlen am 10. März liefern den ersten Anhaltspunkt, wie das Unternehmen ins Jahr gestartet ist.

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