BioNTech Aktie: Durchhalteparolen?
BioNTech gerät nach einer kräftigen Rally unter Verkaufsdruck. Die Investmentbank Leerink Partners hat das deutsche Biotech-Unternehmen herabgestuft – und verweist auf fehlende kurzfristige Kurstreiber. Während die Onkologie-Pipeline weiter voranschreitet, dürften entscheidende Studiendaten erst 2027 folgen.
Herabstufung nach 24-Prozent-Rally
Am 2. Februar 2026 senkte Leerink Partners das Rating für BioNTech von "Outperform" auf "Market Perform" und setzte das Kursziel bei 113 US-Dollar an. Die Analysten begründeten den Schritt mit der jüngsten Kursrally: Die Aktie habe sich um 24 Prozent verteuert und liege nun im Bereich ihrer aktualisierten Bewertung.
"Wir stufen BioNTech auf Market Perform herab, nachdem die Aktie erfolgreich um 24 Prozent gestiegen ist", schrieben die Analysten. Die Titel würden mittlerweile rund um das neue Kursziel notieren.
Langfristig bleibt Leerink optimistisch für die Onkologie-Strategie des Unternehmens, insbesondere für Pumitamig – einen bispezifischen Antikörper gegen VEGFA und PD-L1, der gemeinsam mit Bristol Myers Squibb entwickelt wird. Allerdings rechnet die Bank erst 2027 oder später mit klinischen Daten, die den Wert dieser Kombinationstherapien bestätigen könnten.
Krebsimpfstoff enttäuscht in Phase-II-Studie
Ein Dämpfer für die Bewertung: BioNTechs personalisierte Krebsimpfung Autogene Cevumeran verfehlte in einer Phase-II-Studie bei adjuvantem Darmkrebs einen vorab festgelegten Schwellenwert für Wirksamkeit. Leerink reduzierte daraufhin die Wahrscheinlichkeit einer positiven Überraschung durch dieses Projekt.
Als möglicher Lichtblick gilt Gotistobart, ein CTLA-4-Antagonist der nächsten Generation. Doch laut Leerink reicht dieses Programm allein kaum aus, um den Aktienkurs nachhaltig zu stützen.
"Wir ziehen es vor, an der Seitenlinie zu bleiben, bis aussagekräftigere klinische Ergebnisse ab 2027 vorliegen", so die Analysten.
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Pipeline läuft weiter – Glioblastom-Studie gestartet
Trotz der Herabstufung treibt BioNTech seine klinischen Programme voran. Am 30. Januar 2026 meldeten das Unternehmen und Bristol Myers Squibb ein Update zur Phase-II-Studie mit Pumitamig bei rezidivierendem Glioblastom. Die Rekrutierung startete im Januar 2026. Getestet wird Pumitamig als Monotherapie, im Vergleich zu Bevacizumab und in Kombination mit Temozolomid.
Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference am 12. Januar 2026 stellte BioNTech in Aussicht, im laufenden Jahr sieben Datenergebnisse aus späten Studienphasen zu präsentieren. Bis Jahresende sollen 15 Phase-III-Studien laufen.
Solide Finanzausstattung
Per Ende 2025 verfügte BioNTech über liquide Mittel von 17,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen auf der J.P. Morgan Konferenz mitteilte. Leerink erwartet, dass diese Barmittel sinken werden, da BioNTech weiterhin massiv in die Onkologie-Pipeline investiert.
Im Dezember 2025 schloss BioNTech die Übernahme von CureVac ab und stärkte damit sein mRNA-Technologieportfolio.
Die nächsten Monate dürften entscheidend zeigen, ob die laufenden Studienprogramme das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen können – oder ob die Wartezeit bis 2027 die Geduld der Anleger strapaziert.
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