Nach dem Ende des Covid-Hypes richtet BioNTech den Blick nach vorn und definiert seine Zukunft neu. Das Mainzer Unternehmen plant eine massive Ausweitung seiner klinischen Studien im Kampf gegen Krebs. Diese strategische Klarheit überzeugt nun auch kritische Stimmen an der Wall Street: Goldman Sachs sieht in der neu formulierten Roadmap einen klaren Kaufgrund.

Offensive gegen Krebs

Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference bestätigte CEO Ugur Sahin eine aggressive Strategie für das Jahr 2026. Das Ziel ist ambitioniert: Bis Ende des Jahres sollen 15 Phase-3-Studien laufen. Diese signifikante Ausweitung der klinischen Aktivitäten markiert den endgültigen Übergang von einem reinen Impfstoffhersteller zu einem breit aufgestellten Onkologie-Unternehmen.

Untermauert wird der Plan durch konkrete regulatorische Fortschritte bei der US-Arzneimittelbehörde FDA. Im Januar erhielt der Kandidat Gotistobart den "Orphan Drug"-Status für eine seltene Lungenkrebsform. Zudem bekam der Krebsimpfstoff BNT113 den "Fast Track"-Status, was eine beschleunigte Prüfung für die Behandlung von Kopf- und Hals-Tumoren in Aussicht stellt.

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Rückenwind von der Wall Street

Die strategische Neuausrichtung zeigt Wirkung bei den Analysten. Goldman Sachs stufte die Aktie am 16. Januar von "Neutral" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel deutlich von 115 auf 142 US-Dollar an. Die Experten setzen darauf, dass BioNTech die Abhängigkeit von Covid-Einnahmen erfolgreich verringern und die Pipeline effizient vorantreiben kann.

Während auch die Berenberg Bank ihre Kaufempfehlung bestätigte, bleiben Risiken bestehen. Andere Marktbeobachter, wie Weiss Ratings, warnen weiterhin vor der hohen Bewertung in dieser investitionsintensiven Übergangsphase. Die Aktie selbst zeigte sich zuletzt volatil und notiert auf Jahressicht rund 16 Prozent im Minus.

Das steht als Nächstes an

Um die globale Expansion zu stemmen, erweitert BioNTech auch den Vorstand: Ab dem 1. März 2026 übernimmt Kylie Jimenez die Rolle des Chief People Officer. Für Anleger rückt jedoch primär der voraussichtliche Termin für die Jahreszahlen am 9. März 2026 in den Fokus.

Besonders spannend wird dabei der Ausblick auf die Kostenstruktur: Die vielen neuen Studien dürften die Forschungsausgaben (Cash Burn) spürbar in die Höhe treiben. Zudem hat das Management bis zu sieben Datenveröffentlichungen aus fortgeschrittenen Studien für das laufende Jahr in Aussicht gestellt. Der Erfolg der Aktie hängt nun maßgeblich davon ab, ob diese klinischen Daten die hohen Erwartungen erfüllen können. Die kommenden Quartalszahlen werden den ersten wichtigen Realitätscheck für den teuren Umbau des Unternehmens liefern.

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