BioNTech Aktie: Bewertung bremst
BioNTech bekommt nach der jüngsten Erholung Gegenwind von der Analystenseite. Auslöser ist keine neue schlechte Nachricht aus der Forschung, sondern ein nüchterner Blick auf die Bewertung. Und genau das trifft eine Aktie oft in dem Moment, in dem sie sich gerade wieder nach oben gearbeitet hat.
Herabstufung trotz höherem Kursziel
Zum Wochenstart hat Leerink Partners die Einstufung für BioNTech von „Outperform“ auf „Market Perform“ gesenkt. Der entscheidende Punkt: Die Analysten sehen die Aktie nach der Rally nicht mehr als klar unterbewertet.
Hintergrund ist vor allem die Kursentwicklung der vergangenen Wochen. Laut Leerink hatte die Aktie vom Dezember-Tief aus rund 24% zugelegt und damit die zuvor gesehene „Bewertungslücke“ geschlossen. In der Logik der Analysten liegt der Kurs nun näher an ihrem DCF-Modell (Discounted Cash Flow) – also an dem Wert, der aus erwarteten künftigen Zahlungsströmen abgeleitet wird.
Bemerkenswert: Das Kursziel wurde dabei sogar leicht angehoben – von 112 auf 113 US-Dollar. Trotzdem fiel die Empfehlung. Das unterstreicht, dass es hier primär um das Chancen-Risiko-Verhältnis auf dem aktuellen Niveau geht, nicht um eine plötzliche Kehrtwende bei den Fundamentaldaten.
Pipeline: Katalysatoren brauchen Zeit
Wer kurzfristig auf größere Kurstreiber hofft, braucht vermutlich Geduld. Leerink verweist darauf, dass zentrale Datenpunkte aus der Pipeline erst später kommen dürften.
Im Fokus steht unter anderem der bispezifische Antikörper Pumitamig (BNT327), der gemeinsam mit Bristol Myers Squibb entwickelt wird. Bedeutende Daten („readouts“) erwartet der Analystenbericht erst 2027 oder später. Etwas früher könnte es bei Gotistobart (CTLA-4) spannend werden: Hier schaut der Markt laut Einschätzung auf mögliche Phase-3-Daten zur Jahresmitte 2026.
Die Konsequenz aus Sicht der Analysten: Bis diese Meilensteine erreicht sind, könnte es der Aktie schwerfallen, genug neuen Schwung für einen größeren Ausbruch nach oben zu entwickeln.
Solide Kasse, gemischte Signale am Markt
Trotz der Herabstufung bleibt ein stabilisierender Faktor die Finanzierungskraft. Im Q3-Bericht 2025 wies BioNTech laut Quelle liquide Mittel, Cash-Äquivalente und Wertpapierinvestments von insgesamt 16,7 Mrd. Euro aus. Gleichzeitig verfehlte das Unternehmen im dritten Quartal 2025 mit einem Verlust je Aktie von 0,14 US-Dollar die Konsensschätzungen.
Das Stimmungsbild unter Analysten ist dennoch nicht einheitlich negativ. Erst Mitte Januar hatte Goldman Sachs auf „Buy“ hochgestuft und ein Kursziel von 142 US-Dollar genannt. Insgesamt bleibt das Konsensrating laut Quelle bei „Moderate Buy“, mit einem durchschnittlichen Kursziel deutlich über dem aktuellen Handelsniveau.
Wichtige Punkte im Überblick:
- Analystenaktion (gestern, Montag): Leerink senkt auf „Market Perform“ (von „Outperform“)
- Leerink-Kursziel: 113 US-Dollar (zuvor 112)
- Liquidität (Q3 2025): 16,7 Mrd. Euro
- Nächster Quartalsbericht: 10. März 2026 (Q4 2025)
Ein Blick auf die Kursdaten zeigt: Nach einem starken Monat (+15,06% in 30 Tagen) geriet die Aktie zuletzt wieder unter Druck (7 Tage: -5,84%). Der nächste konkrete Taktgeber steht bereits fest: Am 10. März 2026 legt BioNTech die Zahlen für Q4 2025 vor – dann dürfte sich zeigen, ob die Aktie eher vom Bewertungsdeckel gebremst wird oder neue Argumente für höhere Kurse liefert.
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