Deutsche Telekom Aktie: Einstieg in Rüstungssektor
Während der Bonner Konzern an der Börse Milliarden für die Kurspflege in die Hand nimmt, läuft im Hintergrund eine bemerkenswerte strategische Neuausrichtung. Die Deutsche Telekom positioniert sich über ihre Großkundensparte T-Systems zunehmend als digitaler Partner für die Verteidigungsindustrie. Kann dieses neue Standbein neben dem klassischen Mobilfunkgeschäft für zusätzliche Fantasie sorgen?
- Rüstung: Aufbau eines spezialisierten Defense-Teams bei T-Systems.
- Rückkauf: Über 43 Millionen Euro allein in der letzten Januarwoche investiert.
- Partnerschaft: Kooperation mit Drohnen-Spezialist Quantum Systems.
Digitalisierung für die Bundeswehr
Abseits des Kerngeschäfts mit Mobilfunk und Breitband erschließt die Telekom systematisch das Geschäftsfeld der nationalen Sicherheit. Wie die Wirtschaftswoche berichtete, formiert T-Systems unter der Leitung eines Managers mit Bundeswehr-Hintergrund ein dediziertes Team für den Verteidigungssektor. Der Fokus liegt dabei nicht auf Waffen, sondern auf der digitalen Infrastruktur: geschützte Cloud-Lösungen für sensible Daten, abhörsichere Kommunikationssysteme und Cyber-Sicherheit.
Das Timing ist kein Zufall. Vor dem Hintergrund des milliardenschweren Sondervermögens für die Bundeswehr positioniert sich der Konzern als logistischer und technischer Rückgrat-Anbieter. Das Kernteam besteht zunächst aus rund 16 Mitarbeitern, kann jedoch flexibel auf bis zu 100 Konzernexperten skaliert werden.
Flankiert wird dieser Vorstoß durch strategische Investitionen. Bereits im Dezember beteiligte sich der T.Capital Tech Fund an Quantum Systems, einem führenden Anbieter autonomer Überwachungsdrohnen. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von Schutzsystemen für kritische Infrastrukturen in Europa.
Milliardenprogramm stützt den Kurs
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Parallel zur operativen Expansion treibt das Management die Pflege des Aktienkurses voran. Die aktuelle Entwicklung bestätigt den Trend: Auf Wochensicht legte das Papier um 6,37 Prozent zu und notiert heute bei 28,71 Euro. Damit konnte sich die Aktie wieder über den 50-Tage-Durchschnitt von 27,68 Euro schieben, bleibt jedoch noch knapp unter der langfristigen 200-Tage-Linie.
Treibende Kraft ist das laufende Rückkaufprogramm. In der Woche vom 26. bis 30. Januar erwarb das Unternehmen fast 1,6 Millionen eigene Anteile zu einem Durchschnittspreis von 27,23 Euro. Das Gesamtvolumen dieser einen Tranche belief sich auf rund 43,5 Millionen Euro. Seit dem Start am 5. Januar wurden bereits über 6,3 Millionen Aktien vom Markt genommen. Diese Maßnahmen dienen primär dazu, den Verwässerungseffekt aus der Kapitalerhöhung von 2021 zu neutralisieren, die für den Deal mit Softbank und T-Mobile US nötig war.
Blick auf die Bilanz
Die Kombination aus defensiver Kapitalpolitik durch Rückkäufe und der offensiven Erschließung des Verteidigungssektors kommt am Markt gut an. Ob diese Strategie auch in den Büchern Spuren hinterlässt, wird sich in Kürze zeigen. Am 26. Februar 2026 veröffentlicht der Konzern die Jahreszahlen für 2025. Anleger werden dann genau prüfen, ob die neuen Geschäftsfelder bereits zum Umsatz beitragen und wie sich der Cashflow angesichts der hohen Investitionen entwickelt.
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