Bilfinger Aktie: Streikgefahr gebannt
Ein drohender Arbeitskampf im britischen Energiesektor ist vom Tisch. Mehr als 400 Offshore-Beschäftigte der Bilfinger UK Limited haben einem verbesserten Rentenangebot zugestimmt und damit angekündigte Streiks abgewendet. Doch wie wirken sich die höheren Lohnnebenkosten auf die Profitabilität des Industriedienstleisters aus?
Höhere Rentenbeiträge für Offshore-Personal
Die Gewerkschaft Unite bestätigte am Dienstag die Einigung, nachdem die Belegschaft das nachgebesserte Angebot mit großer Mehrheit angenommen hatte. Kern der Vereinbarung ist eine Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersvorsorge von drei auf fünf Prozent des Bruttoeinkommens. Zudem fallen bisherige Schwellenwerte weg, sodass die Beiträge nun auf das gesamte Gehalt gezahlt werden.
Ursprünglich war für Mitte Februar ein 48-stündiger Streik angesetzt, der die Instandhaltung wichtiger Energieanlagen hätte lähmen können. Die Arbeitnehmervertreter sahen die Anpassungen als notwendig an, um die Konditionen an marktübliche Standards im Industriesektor anzugleichen.
Planungssicherheit schlägt steigende Kosten
Für Bilfinger bedeutet dieser Kompromiss zwar eine Belastung der Lohnnebenkosten im britischen Markt, doch überwiegt für die operative Stabilität der Vorteil der Planungssicherheit. Da die betroffenen Mitarbeiter in kritische Projekte eingebunden sind – etwa beim Bau einer Elektrolyseanlage für Wasserstoff in Lingen –, verhindert der Abschluss teure Verzögerungen und mögliche Vertragsstrafen.
Marktbeobachter werten die Vermeidung von Ausfallkosten als entscheidend für die Sicherung der operativen Marge in der Region. Die Aktie reagierte am Mittwoch kaum auf die Nachrichten und notiert mit 119,80 Euro geringfügig unter dem gestrigen Schlusskurs. Damit hält sich das Papier weiterhin stabil oberhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 117,57 Euro.
Fundamentaler Aufwärtstrend bleibt bestehen
Die Beilegung des Konflikts fällt in eine Phase, in der Bilfinger von einer hohen Nachfrage nach Dienstleistungen rund um die Energiewende profitiert. Nach einem starken Geschäftsjahr 2025, das durch ein deutliches Wachstum beim freien Cashflow geprägt war, reduziert der Tarifabschluss ein wesentliches operatives Risiko für das laufende Quartal.
Mit einem Plus von rund 8,5 Prozent seit Jahresbeginn und einer Verdopplung des Kurses auf Sicht von zwölf Monaten bleibt die Aktie im langfristigen Aufwärtstrend. Da die Profitabilitätsziele für das laufende Jahr bestätigt wurden, liegt der Fokus der Anleger nun auf der Umsetzung der gemeldeten Großaufträge und der weiteren Effizienzsteigerung im Konzern.
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