Beyond Meat durchlebt turbulente Zeiten. Während der Fleischersatz-Pionier mit einer Serie von Sammelklagen konfrontiert ist, meldete sich am Freitag ein Schwergewicht der Finanzwelt: Die Investmentgesellschaft Vanguard Group offenbarte eine Beteiligung von 5,4 Prozent. Die Aktie notiert derweil bei nur noch 0,76 US-Dollar – ein Bruchteil früherer Bewertungen.

Die wichtigsten Fakten:

  • Vanguard hält rund 24,5 Millionen Aktien (5,4% Anteil)
  • Position als "passiv" deklariert – kein Einfluss auf Unternehmensführung geplant
  • Mehrere Sammelklagen wegen angeblich irreführender Finanzangaben
  • Frist für Klägervertreter: 24. März 2026

Vanguard meldet passive Beteiligung

Die am 30. Januar bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichte Meldung zeigt: Vanguard hat die Anteile im normalen Geschäftsbetrieb erworben, ohne die Absicht, Kontrolle über das Management oder die strategische Ausrichtung zu erlangen. Bei einem Aktienkurs von 0,763 Dollar entspricht das Portfolio einem Gegenwert von rund 18,7 Millionen Dollar.

Die Einstufung als passive Investition deutet darauf hin, dass Vanguard die Aktien vermutlich für Indexfonds oder ETFs hält. Das Timing ist bemerkenswert: Die Beteiligung wurde zu einem Zeitpunkt offengelegt, als das Unternehmen rechtlich unter Beschuss steht.

Vorwürfe wegen Bilanzierung

Parallel intensiviert sich der juristische Druck. Mehrere Anwaltskanzleien haben im Namen von Aktionären Sammelklagen eingereicht. Der Kern der Vorwürfe: Beyond Meat habe den Wert langfristiger Vermögenswerte in der Bilanz zu hoch angesetzt und damit die Notwendigkeit einer erheblichen Abschreibung verschleiert.

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Die Kläger argumentieren, dass das Unternehmen gegen Wertpapiergesetze verstoßen habe, indem es wesentliche negative Informationen zurückhielt. Ende 2025 musste Beyond Meat schließlich eine nicht-liquiditätswirksame Wertminderung verbuchen – genau jene Belastung, die laut Anklage absehbar gewesen sein soll.

Betroffene Aktionäre haben bis zum 24. März Zeit, beim Gericht einen Antrag auf Ernennung zum federführenden Kläger zu stellen.

Neue Produktstrategie als Gegenpol

Während die rechtlichen Auseinandersetzungen laufen, versucht Beyond Meat mit einer Produktoffensive gegenzusteuern. Mitte Januar stellte das Unternehmen mit "Beyond Immerse" erstmals eine pflanzliche Protein-Getränkelinie vor – ein Schritt über das Kerngeschäft mit Fleischalternativen hinaus.

Die Diversifikation könnte helfen, neue Zielgruppen zu erschließen. Allerdings bleibt offen, ob das Getränkesegment ausreicht, um die anhaltende Nachfrageschwäche bei Fleischersatz-Produkten zu kompensieren.

Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 werden für Ende Februar erwartet. Investoren dürften gespannt verfolgen, ob sich operative Fortschritte oder die neuen Produktlinien in den Ergebnissen niederschlagen – und ob diese stark genug sind, um den Schatten der Rechtsstreitigkeiten zu überwinden.

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