Beyond Meat Aktie: Trübe Prognosen!
Die Beyond-Meat-Aktie geriet gestern erneut unter Verkaufsdruck. Auslöser war die Ankündigung eines Einstiegs in den Getränkemarkt mit der Proteinlinie „Beyond Immerse“. Der Kursrückgang zeigt jedoch klar: Der Schritt überzeugt die Börse bislang nicht, vor allem mit Blick auf Profitabilität und Finanzlage.
Neue Protein-Getränke, verhaltener Markt
Am Dienstag fiel die Aktie an der NASDAQ um 5,99 % auf 0,926 US‑Dollar. Gleichzeitig stellte das Unternehmen „Beyond Immerse“ vor – eine pflanzliche Protein-Getränkeserie mit bis zu 20 Gramm Protein pro Portion.
Wichtige Einschränkung:
Die Produkte sind nur für begrenzte Zeit über die eigene Direct-to-Consumer-Plattform „Beyond Test Kitchen“ erhältlich. Ein breiter Rollout in den Handel ist derzeit nicht vorgesehen.
Der Markt reagierte zurückhaltend auf diese Diversifikation:
- Kursrückgang auf 0,926 US‑Dollar
- Handelsvolumen von 37,63 Mio. Aktien, deutlich unter dem jüngsten Durchschnitt
- Vorbörslich heute nur leichte Bewegung im Bereich von 0,92 bis 0,94 US‑Dollar (Stand 09:30 Uhr EST)
Die Kombination aus Kursverlust und unterdurchschnittlichem Volumen signalisiert eher Zurückhaltung auf der Käuferseite als neue Zuversicht durch den Produktstart.
Auch der Derivatemarkt spiegelt den pessimistischen Unterton wider. Die implizite Volatilität (IV30) sprang gestern auf rund 140,27. Gleichzeitig zeigt die Optionsstruktur einen klar negativen Bias: Die Put-/Call-Ratio lag zwar bei 0,1, die ausgeprägte Put-Call-Skew deutet jedoch darauf hin, dass sich Marktteilnehmer verstärkt gegen weitere Kursrückgänge absichern, anstatt auf eine schnelle Erholung durch die neue Produktlinie zu setzen.
Angespannte Finanzlage, harter Wettbewerb
Die Skepsis gegenüber „Beyond Immerse“ hängt eng mit der finanziellen Ausgangslage zusammen. Ende September 2025 verfügte Beyond Meat über liquide Mittel von 131,1 Mio. US‑Dollar. Angesichts des anhaltenden Cashburn wirft das Fragen nach der Finanzierungsspielräume der kommenden Quartale auf.
Hinzu kommt:
Das Unternehmen hat erst kürzlich eine finanzielle Restrukturierung durchgeführt. Ein Debt-Equity-Swap sorgte für eine Verwässerung der Altaktionäre und war ein wesentlicher Treiber des Kursverfalls im vergangenen Jahr.
Operativ gibt es zwar auch positive Ansätze. Im Oktober 2025 wurde eine erweiterte Kooperation mit Walmart gemeldet. Kernprodukte wie Beyond Burger, Beyond Chicken Pieces und Beyond Steak sind seitdem in über 2.000 Walmart-Filialen verfügbar. Die neue Getränkelinie „Beyond Immerse“ ist in diese Partnerschaft jedoch nicht eingebunden.
Trotz eines deutlichen Preisanstiegs bei konventionellem Rindfleisch um 15 % im Jahr 2025, der die Preisdifferenz zu pflanzlichen Alternativen verringern sollte, konnte Beyond Meat die Absatzmengen nicht steigern. Im dritten Quartal 2025 gingen die Volumina im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 % zurück. Konsumenten, die von teurerem Rindfleisch abrücken, weichen laut den Daten eher auf günstigere tierische Proteine wie Huhn aus – und weniger auf Fleischersatzprodukte.
Ausblick und nächste Termine
Im Fokus steht nun der nächste Zahlenbericht für das vierte Quartal 2025. Die Veröffentlichung wird – je nach Datenanbieter – zwischen Ende Februar und dem 4. März erwartet. Analysten rechnen weiterhin mit roten Zahlen; für das Gesamtjahr 2025 liegt die Konsensschätzung beim Ergebnis je Aktie bei rund -1,25 US‑Dollar.
Charttechnisch bleibt die Aktie klar im Abwärtstrend und notiert weit unter dem 52‑Wochen-Hoch von 7,69 US‑Dollar. Kurzfristig kommt es darauf an, ob das Management im Rahmen des kommenden Earnings-Calls belegen kann, dass das Kerngeschäft stabilisiert wird und neue Initiativen wie „Beyond Immerse“ zusätzliche, margenstärkere Umsätze bringen, ohne den Cashburn weiter zu erhöhen. Bis dahin überwiegen in den Analysteneinschätzungen klar negative Bewertungen mit überwiegender Einstufung „Sell“.
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