Der Hersteller von pflanzlichen Fleischalternativen hat ein massives Problem in der eigenen Buchhaltung eingeräumt. Wegen wesentlicher Schwächen bei den internen Kontrollen rund um die Bestandsbewertung muss Beyond Meat die Vorlage seiner Jahreszahlen für 2025 verschieben. Statt Klarheit über die finanzielle Lage zu schaffen, drohen nun nachträgliche Korrekturen der Bilanzen.

Falsch berechnete Herstellungskosten

Konkret geht es um die Bilanzierung der Vorräte zum Stichtag 31. Dezember 2025. Das Unternehmen hat festgestellt, dass die Herstellungskosten der verkauften Waren in der Vergangenheit zu niedrig angesetzt wurden. Dieser Fehler zwingt das Management dazu, die ursprünglich für Anfang März geplante Veröffentlichung der Quartals- und Jahresergebnisse auf den 31. März 2026 zu verlegen. Die Verzögerung wirft ein schlechtes Licht auf die finanzielle Aufsicht des Unternehmens und zwingt zur Überarbeitung bereits erstellter Finanzberichte.

Diskrepanz zwischen Kursverfall und Großinvestoren

An der Börse spiegelt sich die angespannte Lage deutlich wider. Die Papiere eröffneten am Freitag bei 0,65 US-Dollar und handeln damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 0,50 US-Dollar – ein herber Verlust im Vergleich zum Jahreshoch bei 7,69 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung ist auf rund 295 Millionen US-Dollar zusammengeschmolzen.

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Interessanterweise bauten mehrere institutionelle Großinvestoren im vierten Quartal ihre Positionen signifikant aus:
* Geode Capital Management LLC: +445,0 Prozent
* Charles Schwab Investment Management Inc.: +497,0 Prozent
* Virtu Financial LLC: +670,6 Prozent

Insgesamt halten Hedgefonds und andere institutionelle Anleger mittlerweile gut 52 Prozent der ausstehenden Aktien.

Operative Lichtblicke treten in den Hintergrund

Auf der Produktseite versucht das Unternehmen mit neuen Qualitätsstandards zu punkten. Kürzlich erhielten über 20 Artikel, darunter das Beyond Steak Filet und proteinhaltige Getränke, das "Clean Label Project"-Siegel. Diese Fortschritte im Sortiment werden von den buchhalterischen Problemen aktuell jedoch vollständig überlagert.

Für das abgelaufene Dezember-Quartal rechnen Analysten im Vorfeld mit einem Umsatz von knapp 63 Millionen US-Dollar und einem Verlust von 0,12 US-Dollar je Aktie, nachdem das dritte Quartal die Erwartungen bereits verfehlt hatte. Die tatsächlichen Auswirkungen der falsch berechneten Herstellungskosten auf diese Prognosen wird das Management am 31. März mit der Vorlage der verspäteten Bilanz präsentieren.

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