Wenige Tage vor der erneut verschobenen Jahresergebnisveröffentlichung hat Beyond Meat eine weitere wesentliche Schwäche in der internen Finanzkontrolle eingeräumt. Diesmal betrifft es die Bewertung von Lagerbeständen — und die Fehler ziehen sich durch alle drei Quartale des Jahres 2025.

Zweite Verschiebung in wenigen Tagen

Am 25. März 2026 gab das Unternehmen bekannt, die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 erneut zu verschieben — auf den 31. März nach Börsenschluss. Es ist bereits die zweite Verschiebung innerhalb weniger Tage. Schon vergangene Woche hatte Beyond Meat den Jahresbericht zurückgehalten, nachdem Kontrollschwächen bei der Lagerbuchhaltung aufgefallen waren.

Die neu identifizierte Schwäche betrifft die Bilanzierung von Rückstellungen für überschüssige und veraltete Lagerbestände. Konkret führten die Fehler in den ersten drei Quartalen 2025 zu einer Unterbewertung der Herstellungskosten sowie bestimmter Vertriebs- und Verwaltungskosten. Im dritten Quartal wurde zudem ein Wertminderungsverlust zu hoch ausgewiesen.

Das Management stuft die Fehler derzeit als nicht wesentlich für die bereits veröffentlichten Quartalsberichte ein. Allerdings warnt das Unternehmen selbst, dass die laufende Überprüfung der Lagerbestände die Finanzaussagen noch materiell beeinflussen könnte — und der Prüfungsausschuss könnte zu dem Schluss kommen, dass frühere Abschlüsse nicht mehr als verlässlich gelten.

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Umsatz verfehlt Erwartungen, Aktie gibt nach

Das operative Bild bleibt ebenfalls trüb. Der vorläufige Umsatz im vierten Quartal lag bei rund 61 Millionen Dollar — zwar im Rahmen der eigenen Prognose, aber unter der Analystenerwartung von 62,6 Millionen Dollar. Gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht das einem Rückgang von rund 18 Prozent.

Die Aktie verlor auf die jüngsten Meldungen hin 4,61 Prozent. Das ist weniger als der historische Durchschnitt von minus 9,52 Prozent rund um Ergebnisveröffentlichungen der vergangenen zwölf Monate.

Strukturelle Probleme verschärfen die Lage

Hinter den Bilanzschwächen steckt ein tieferes Problem: Der Markt für pflanzliche Fleischalternativen schrumpft strukturell. Preisbewusste Verbraucher weichen auf günstigere Produkte aus. Gleichzeitig gewinnt in den USA die Debatte um ultra-verarbeitete Lebensmittel an Gewicht — ein Umfeld, das Beyond Meat direkt trifft. Die neuen US-Ernährungsrichtlinien verstärken diesen Trend, indem sie den Konsum von tierischem Protein wieder stärker in den Vordergrund rücken.

Beim Earnings Call am 31. März werden Anleger vor allem auf den Umfang möglicher Korrekturen, die Sanierungspläne für die internen Kontrollen und die Frage schauen, ob das Management seine Einschätzung zur Unwesentlichkeit der Fehler unter vollständiger Prüfung aufrechterhalten kann.

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