Für den einstigen Börsenstar bricht eine kritische Phase an. Während heute die Frist für eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs abläuft, blicken Anleger bereits nervös auf die morgigen Quartalszahlen. Zusätzlich sorgt ein verschobener Jahresbericht wegen massiver Buchhaltungsprobleme für erhebliche Unsicherheit auf dem Parkett.

Juristischer Druck und Abschreibungen

Heute endet die Frist für geschädigte Aktionäre, sich einer Sammelklage gegen den Hersteller von pflanzlichen Fleischalternativen anzuschließen. Der Vorwurf der Kläger wiegt schwer: Das Management soll den Wert von Anlagegütern zu hoch angesetzt haben. Als das Unternehmen im Oktober 2025 schließlich eine nicht zahlungswirksame Abschreibung in Höhe von 77,4 Millionen US-Dollar verbuchen musste, brach der Aktienkurs als direkte Reaktion um fast 23 Prozent ein.

Direkt im Anschluss an das juristische Fristende legt das Unternehmen am morgigen Mittwoch nach US-Börsenschluss seine Zahlen für das vierte Quartal vor. Die Erwartungen sind gedämpft. Der Umsatz dürfte im Jahresvergleich um 18 Prozent auf rund 61 Millionen US-Dollar schrumpfen. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet das Management nur noch mit 275 Millionen US-Dollar, nachdem 2024 noch 326 Millionen US-Dollar in den Büchern standen.

Schwache Kontrollen und Nasdaq-Warnung

Zusätzlich belastet die Verschiebung des vollständigen Jahresberichts (10-K). Das Unternehmen räumte gravierende Schwächen bei der internen Kontrolle der Bestandsbuchhaltung ein. Eine aufwendige Überprüfung der Rückstellungen für überschüssige und veraltete Lagerbestände zwingt das Management zu einer Verzögerung der Veröffentlichung.

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Die anhaltende fundamentale Schwäche spiegelt sich im Aktienkurs wider, der zuletzt auf ein Niveau zwischen 0,70 und 0,80 US-Dollar abrutschte. Da die wichtige Marke von einem Dollar seit über 30 Handelstagen unterschritten ist, droht nun der Rauswurf aus der Technologiebörse Nasdaq. Um das Delisting bis zur gesetzten Frist Ende August abzuwenden, prüft der Vorstand drastische Maßnahmen wie einen Reverse Stock Split, der die Aktien künstlich zusammenlegen und den Preis optisch anheben würde.

Strategiewechsel unter Zeitdruck

Gleichzeitig versucht das Management einen strategischen Neustart. Unter dem verkürzten Namen „Beyond“ will das Unternehmen künftig auch pflanzliche Getränke und Snacks anbieten, um vom allgemeinen Trend zu proteinreicher Ernährung zu profitieren. Große Einzelhändler wie Walmart verbannen die bisherigen Kernprodukte allerdings zunehmend in die Tiefkühlabteilung.

Die kurze Frist bis Ende März zwingt das Management nun zur Transparenz. Mit der morgigen Präsentation der Quartalszahlen und der spätestens für den 31. März angekündigten Einreichung des Jahresberichts müssen die Verantwortlichen das genaue Ausmaß der internen Kontrollschwächen sowie konkrete Lösungsansätze offenlegen.

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