BayWa r.e. dreht weiter am europäischen Erneuerbaren-Portfolio. Die Tochter hat ein Solarpaket in Italien verkauft – ein Schritt, der zur laufenden Kapitalrotation im „Develop-to-Sell“-Modell passt. Doch warum ist die Mischung aus laufenden Anlagen und baureifen Projekten für Käufer besonders interessant?

Vier Projekte, 14,2 MWp

Veräußert wurde ein gewerbliches und industrielles (C&I) Solarportfolio in Italien über BayWa r.e. Power Solutions. Es umfasst vier Photovoltaikprojekte mit zusammen 14,2 Megawatt Peak (MWp), verteilt auf mehrere Standorte. Technisch handelt es sich um Dach- und Carport-Installationen.

Wichtig für die Struktur des Pakets: Zwei Anlagen sind bereits in Betrieb und speisen Strom ein. Zwei weitere Projekte haben den „Ready-to-Build“-Status erreicht und stehen damit unmittelbar vor der Bauphase.

Käufer setzt auf Onsite-PPAs

Käufer ist NetOn Power, ein Anbieter für dezentrale Stromversorgung. Mit der Übernahme baut NetOn Power sein Angebot an Onsite-Stromabnahmeverträgen (PPAs) für Industrieunternehmen aus.

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Genau hier liegt auch der Reiz des Portfolios: Betriebene Anlagen liefern sofortige Erträge, während RTB-Projekte kurzfristig zusätzlichen Zubau ermöglichen. Diese Kombination aus unmittelbaren Einnahmen und klarer Erweiterbarkeit macht gemischte Portfolios für Käufer attraktiv.

Kapitalrotation im „Develop-to-Sell“-Modell

Für BayWa r.e. ist der Verkauf ein planmäßiger Exit aus dem Projektentwicklungsansatz, bei dem baureife oder bereits laufende Anlagen veräußert werden. Das freigesetzte Kapital soll in neue Entwicklungsmöglichkeiten und den weiteren Ausbau der europäischen Erneuerbaren-Pipeline fließen.

Der Kontext: Der italienische C&I-Solarmarkt wächst strukturell, weil Industrieunternehmen verstärkt auf Erzeugung am eigenen Standort setzen – unter anderem, um Energiekosten langfristig abzusichern und Emissionsziele zu unterstützen. In einer Phase mit besonderem Fokus auf Kapitaldisziplin sind solche Projektverkäufe laut Mitteilung ein zentrales Element, um Fortschritt im operativen Projektgeschäft zu monetarisieren.

Im nächsten Schritt dürfte entscheidend sein, wie konsequent BayWa r.e. die frei gewordenen Mittel in neue europäische Projekte reinvestiert und damit die Pipeline für weitere, ähnliche Verkäufe füllt.

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