BayWa Aktie: Verkaufsoffensive
BayWa treibt seine Sanierung mit Nachdruck voran – und liefert dafür gleich mehrere konkrete Schritte. Mit dem abgeschlossenen Verkauf der niederländischen Agrarhandelstochter Cefetra sinkt die Schuldenlast spürbar. Parallel stellt der Konzern seine nächsten Verkäufe in Aussicht und räumt ein, dass ausgerechnet die wichtige Erneuerbaren-Tochter BayWa r.e. hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Wie weit trägt der eingeschlagene Schuldenabbau bis zum Zieljahr 2028?
Cefetra-Verkauf senkt Verbindlichkeiten
Der Vollzug des Cefetra-Verkaufs an ein Investorenkonsortium bringt BayWa rund 125 Millionen Euro. Noch wichtiger ist der Bilanz-Effekt: Durch die Entkonsolidierung gehen die Bankverbindlichkeiten um mehr als 600 Millionen Euro zurück.
Seit Beginn der Sanierung 2025 hat BayWa seine Schulden damit über verschiedene Desinvestitionen um rund 1,3 Milliarden Euro reduziert. Das Management hält am Ziel fest, die Verschuldung bis 2028 um insgesamt 4 Milliarden Euro zu senken. Gleichzeitig soll der Fokus wieder stärker auf Agrar, Technik und Baustoffe rücken.
BayWa Mobility Solutions soll verkauft werden
Anfang März bestätigte BayWa zudem Verkaufsabsichten für die Ladeinfrastruktur-Tochter BayWa Mobility Solutions (BMS). Das Geschäft umfasst derzeit 21 Ladeparks mit 112 Ladepunkten und Beteiligungen an Standorten des staatlich geförderten Deutschlandnetzes.
Der Prozess steckt laut Unternehmen noch in einem frühen Stadium. Das Umfeld gilt als schwierig, weil zeitgleich auch andere Anbieter – genannt wird TotalEnergies – Käufer für deutsche Ladeinfrastruktur suchen.
BayWa r.e. bleibt das Problemfeld
Während Randverkäufe Fortschritte bringen, entwickelt sich BayWa r.e. operativ schwächer als geplant – und damit nicht in dem Maße als Entschuldungshebel, wie ursprünglich vorgesehen. Der Vorstand hat deshalb vorsorglich Gespräche mit den finanzierenden Banken aufgenommen, um die Refinanzierung bis zum Ende des Sanierungszeitraums 2028 abzusichern.
Um dennoch Kapital zu generieren und das Portfolio zu straffen, verkaufte BayWa r.e. Anfang März ein gewerbliches Solarportfolio in Italien an NetOn Power. Das Paket umfasst Anlagen und Projekte mit insgesamt 14,2 Megawatt – teils bereits in Betrieb, teils baureif auf Dach- und Carport-Flächen.
Zum Umbau gehört auch die Neuaufstellung im Aufsichtsrat: Bis Ende Mai verlassen drei Mitglieder das Gremium. Monika Hohlmeier und Michael Höllerer treten zum 31. März zurück, Monique Surges folgt Ende Mai; die Nachbesetzung ist über die reguläre Wahl auf der kommenden Hauptversammlung geplant.
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