Thyssenkrupp Marine Systems steht unmittelbar vor dem größten Exportauftrag der Unternehmensgeschichte. Der offizielle Kabinettsentwurf für den Bau von sechs U-Booten für die indische Marine ist fertiggestellt und befindet sich in der finalen Genehmigungsrunde. Das Volumen: rund 8 Milliarden Euro.

Letzte Hürde vor der Vertragsunterzeichnung

Nach Informationen aus Regierungskreisen in Neu-Delhi zirkuliert der Entwurf derzeit zwischen den zuständigen Ministerien. Der Beschaffungsrat der Verteidigung unter Leitung von Minister Rajnath Singh hat bereits grünes Licht gegeben. Nun müssen noch das Finanzministerium und der Nationale Sicherheitsrat die Details prüfen, bevor Premierminister Narendra Modi die finale Freigabe erteilen kann.

Das Kieler Systemhaus konnte sich im Wettbewerb gegen einen spanischen Konkurrenten durchsetzen. Ausschlaggebend waren die erfolgreichen technischen Erprobungen der außenluftunabhängigen Antriebsanlage (AIP) – einer Technologie, die konventionellen U-Booten deutlich längere Tauchzeiten ermöglicht und ihre Stealth-Eigenschaften erheblich verbessert.

Strategische Partnerschaft nach "Make in India"

Die sechs U-Boote werden in enger Kooperation mit der staatlichen indischen Werft Mazagon Dock Shipbuilders Limited in Mumbai gefertigt. Ein entscheidender Bestandteil des Deals ist der Transfer der AIP-Technologie – für die indische Marine wären dies die ersten U-Boote mit diesem System.

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TKMS kann dabei auf eine langjährige Geschäftsbeziehung zurückgreifen. Bereits in den 1980er und 1990er Jahren hatte Indien HDW-U-Boote aus deutscher Produktion beschafft. Diese historische Verbindung dürfte bei der finalen Auswahl eine Rolle gespielt haben.

Rekord-Auftragsbestand und weitere Großprojekte

Der Rüstungskonzern, der im Oktober 2025 erfolgreich an die Frankfurter Börse gebracht wurde, hob erst im Februar seine Umsatzprognose auf ein Wachstum von zwei bis fünf Prozent an. Der Auftragsbestand erreichte zuletzt über 18 Milliarden Euro – ein neuer Höchstwert.

Parallel zu Indien positioniert sich TKMS für das Canadian Patrol Submarine Project. Bei diesem Vorhaben geht es um bis zu zwölf U-Boote für die Royal Canadian Navy. Als einziger verbliebener europäischer Bieter konkurriert das Unternehmen in der Endauswahl mit einem südkoreanischen Mitbewerber.

Mit einem erfolgreichen Abschluss in Indien würde TKMS seine Position als einer der führenden konventionellen U-Boot-Hersteller weltweit festigen. Die Entscheidung des indischen Kabinetts wird in den kommenden Wochen erwartet.

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