BayWa Aktie: Milliarden-Plan wackelt
Der ehrgeizige Rettungsplan des hochverschuldeten Agrarkonzerns BayWa stößt auf ein massives Hindernis. Ausgerechnet die auf erneuerbare Energien spezialisierte Tochtergesellschaft BayWa r.e. verfehlt ihre Ertragserwartungen drastisch. Das zwingt den Vorstand nun zurück an den Verhandlungstisch mit Banken und Großaktionären, um das gesamte Sanierungskonzept neu zu justieren.
Ökostrom-Tochter verfehlt Ziele
Das ursprüngliche Gesundungskonzept sah vor, die Anteile an der Ökostromtochter bis 2028 für rund 1,7 Milliarden Euro zu veräußern. Basis dieser Kalkulation war die Annahme, dass die BayWa r.e. bis dahin ein nachhaltiges operatives Ergebnis (EBITDA) von etwa 230 Millionen Euro erwirtschaftet. Eine neue Mittelfristplanung macht diese Zielsetzung nun zunichte.
Verschlechterte wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen in Europa sowie auf dem US-Markt zwingen das Gemeinschaftsunternehmen, seine Ergebnisziele deutlich nach unten zu korrigieren. Das EBITDA für 2028 wird laut einer aktuellen Pflichtmitteilung signifikant niedriger ausfallen und sogar hinter den Planwerten für 2027 zurückbleiben. Die eigenständige Sanierung der Tochtergesellschaft verzögert sich damit voraussichtlich um zwei Jahre bis 2030.
Verzögerung mit teuren Folgen
Für die Muttergesellschaft hat diese Abweichung direkte Konsequenzen. Der Vorstand rechnet bei einem späteren Verkauf der Tochter mit spürbar geringeren Erlösen als den ursprünglich einkalkulierten 1,7 Milliarden Euro. Um den übergreifenden Zeitplan anzupassen, führt die Konzernführung derzeit intensive Gespräche mit Kreditgebern und Aktionären über eine Modifikation des Rettungsplans.
Während das operative Kerngeschäft und kleinere Beteiligungsverkäufe laut Unternehmensangaben nach Plan verlaufen, rückt das Ziel einer zügigen Entschuldung in weite Ferne. Der Konzern muss nun ein komplett überarbeitetes Konzept vorlegen, um die Zinslast für den vier Milliarden Euro schweren Schuldenberg aus der expansiven Phase der 2010er Jahre zu bewältigen. Ohne die vollen Erlöse aus dem wichtigsten Verkaufsasset verschiebt sich die anvisierte finanzielle Stabilisierung der BayWa unweigerlich über das Jahr 2028 hinaus.
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