BayWa Aktie: Massive Entlastung
Der angeschlagene Agrarkonzern meldet Vollzug beim Verkauf seiner Tochter Cefetra. Nach dem Scheitern im Sommer ist dieser Deal essenziell für die Sanierung, denn er reduziert die erdrückende Schuldenlast um über eine halbe Milliarde Euro. Gelingt damit die entscheidende Stabilisierung im laufenden Restrukturierungsprozess?
Zweiter Anlauf erfolgreich
Im zweiten Versuch hat es geklappt: Ein Investorenkonsortium übernimmt die Getreide- und Ölsaatenhandelstochter Cefetra Group. Das vereinbarte Gesamtpaket beläuft sich auf rund 125 Millionen Euro. Davon fließen 80 Millionen Euro direkt bei Abschluss der Transaktion, während weitere 45 Millionen Euro bis spätestens Frühjahr 2026 fällig werden. Ergänzend erhält der Konzern 62 Millionen Euro aus der Rückzahlung von Gesellschafterdarlehen zurück.
Dies ist eine entscheidende Nachricht für die Anleger, nachdem ein ähnlicher Deal im Juni 2025 mit der First Dutch Group noch an der fehlenden Finanzierung des Käufers gescheitert war.
Bilanzielle Atempause
Der eigentliche Hebel der Transaktion liegt nicht im Kaufpreis, sondern in der Bilanzstruktur. Durch die Entkonsolidierung der Cefetra-Gruppe fallen Bankverbindlichkeiten von mehr als 600 Millionen Euro aus den Büchern des Konzerns.
Für BayWa ist dieser Schritt überlebenswichtig. Nach einem Nettoverlust von 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2024 und unter der Last gestiegener Finanzierungskosten schafft der Schuldenabbau den nötigen Spielraum für die weitere Transformation. Die Kernbanken haben bereits eine Kreditlinie von 600 Millionen Euro für die Refinanzierung der verkauften Einheit zugesagt.
Zeitplan und Bedingungen
Bis der Deal final in trockenen Tüchern ist, müssen noch einige Hürden genommen werden. Dazu zählen die Zustimmung des Aufsichtsrats, Gespräche mit dem Betriebsrat sowie die behördliche Freigabe in Italien. Der Vorstand rechnet mit dem Closing im ersten Quartal 2026. Um den Abschluss zu ermöglichen, muss BayWa kurzfristig noch rund 12 Millionen Euro zur Eigenkapitalausstattung der ehemaligen Tochter beisteuern. Das langfristige Ziel bleibt der Abschluss der Gesamtrestrukturierung bis Ende 2028.
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