BayWa Aktie: Marktzugänge optimiert
Die BayWa zeigt ein bemerkenswertes Doppelgesicht: Während der Konzern 1.300 Stellen streicht und 26 Standorte schließt, fließen nun knapp 8 Millionen Euro in den Ausbau zweier bayerischer Baustoff-Standorte. Der Agrar- und Baustoffhändler versucht damit, seine Kerngeschäfte trotz Sanierungsdruck zu stärken.
Die wichtigsten Fakten:
- 7,9 Millionen Euro Investitionen in Ansbach und Pocking
- Neubau in Pocking nach Brand für 6,2 Millionen Euro
- Parallel dazu: Abbau von 1.300 Stellen bis 2027
- Neue Risiken bei Tochter BayWa r.e. belasten Entschuldungsstrategie
Ausbau im Kerngeschäft Baustoffe
In Ansbach fließen 1,7 Millionen Euro in die Umwandlung eines ehemaligen Autohauses. Das Gebäude wird zum modernen Büro-, Verkaufs- und Ausstellungszentrum umgebaut – die Betriebsfläche wächst dadurch auf 15.750 Quadratmeter.
Noch größer fällt das Projekt in Pocking aus. Nach dem Brand im Mai 2024 entsteht hier für 6,2 Millionen Euro ein kompletter Neubau. Jochen Schneider, Leiter der Standortentwicklung bei BayWa Baustoffe, spricht von einem gezielten Schritt, um „gestärkt aus der Baukrise hervorzugehen".
Investition trifft auf Restrukturierung
Die Investitionen wirken auf den ersten Blick wie ein Widerspruch zum laufenden Sanierungsprogramm. Tatsächlich will das Management damit zeigen, dass der Konzern trotz Konsolidierung in zukunftsfähige Standorte investiert. Während unprofitable Niederlassungen geschlossen werden, sollen strategisch wichtige Locations gestärkt aus der Krise kommen.
Belastung durch Erneuerbare-Sparte
Anfang Februar meldete BayWa neue Risiken bei der Tochter BayWa r.e. Veränderte Rahmenbedingungen in den USA und Europa könnten die ursprüngliche Geschäftsplanung durchkreuzen. Problematisch: Der geplante Teilverkauf der Erneuerbaren-Sparte bis Ende 2028 ist zentral für die Entschuldungsstrategie. Der Vorstand verhandelt derzeit mit Finanzierungspartnern und Hauptaktionären über die weitere Vorgehensweise.
Die Investitionen in Ansbach und Pocking zeigen, dass BayWa trotz Sanierungsdruck am Kerngeschäft festhält. Ob die Strategie aus Konsolidierung und punktuellem Ausbau aufgeht, hängt maßgeblich davon ab, ob der Verkauf der r.e.-Sparte wie geplant gelingt.
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