BayWa Aktie: Lage eskaliert
Die BayWa kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach dem abrupten Abgang des Vorstandsvorsitzenden folgt nun das juristische Nachspiel: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den langjährigen Ex-Chef Klaus Josef Lutz. Der angeschlagene Konzern versinkt damit mitten in der existenzbedrohenden Sanierung im totalen Führungschaos.
Die Staatsanwaltschaft München I hat Verfahren wegen des Verdachts der Untreue gegen Klaus Josef Lutz eingeleitet. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob Entscheidungen während seiner Amtszeit maßgeblich zur heutigen finanziellen Schieflage beigetragen haben. In diesem Zuge wurden bereits Privaträume durchsucht. Lutz reagierte umgehend auf den wachsenden Druck und legte sein Amt als IHK-Präsident nieder. Zuvor hatte der Manager, der den Konzern bis Frühjahr 2023 lenkte, jegliche Verantwortung für die Krise von sich gewiesen.
Sanierung in Gefahr
Brisant ist der Zeitpunkt der Ermittlungen. Sie treffen auf ein Unternehmen, das führungstechnisch am Boden liegt. Erst Anfang Januar 2026 räumte der amtierende CEO Dr. Frank Hiller seinen Posten mit sofortiger Wirkung. Als Grund wurden strategische Differenzen genannt. Da die Position nicht neu besetzt wird und die Aufgaben auf die verbleibenden Vorstände verteilt wurden, fehlt es in dieser kritischen Phase an einer klaren Spitze.
Für die Aktionäre ergibt sich eine toxische Mischung aus operativer Schwäche und juristischer Aufarbeitung:
- Machtvakuum: Der Konzern agiert seit dem Hiller-Abgang ohne dedizierten Vorstandsvorsitzenden.
- Justiz-Risiko: Die Untreue-Ermittlungen gegen die Ex-Führung belasten die Reputation massiv.
- Schuldenlast: Operativ drückt weiterhin ein Schuldenberg von über 5,4 Milliarden Euro.
Der Erfolgsdruck auf das verbliebene Rumpf-Management ist immens. Ohne eine schnelle Stabilisierung der Führungssituation und eine lückenlose Aufklärung der Vorwürfe droht der komplexe Restrukturierungsplan zu scheitern, was das Vertrauen der Geldgeber endgültig verspielen könnte.
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