Die BayWa AG steht vor dem dritten Führungswechsel in 18 Monaten. CEO Frank Hiller, erst seit März 2025 im Amt, soll den Konzern nach übereinstimmenden Berichten zeitnah verlassen. Der Aufsichtsrat verhandelt bereits über die Konditionen einer vorzeitigen Trennung. Für den Krisenkonzern ist dies ein weiterer Rückschlag – mitten in der laufenden Sanierung.

Vertrauen verspielt

Nach Informationen aus Investorenkreisen hat Hiller die Erwartungen der Großaktionäre nicht erfüllt. Der Vorwurf: Der CEO habe sich zu stark auf die Verwaltung der Krise konzentriert, ohne eine überzeugende Zukunftsvision zu entwickeln. Eine Ad-hoc-Mitteilung vom Montag bestätigte Beratungen über die „künftige Entwicklung des Vorstands".

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Die BayWa Aktie reagierte volatil. Nach einem zwischenzeitlichen Plus von über 5 Prozent im frühen Handel gab der Titel seine Gewinne wieder ab und pendelt aktuell bei 3,20 Euro.

Die Zahlen im Überblick

  • Rekordverlust 2024: Minus 1,6 Milliarden Euro
  • Schuldenabbau: Cefetra-Verkauf brachte über 600 Millionen Euro
  • Sanierung: StaRUG-Verfahren läuft bis 2028

Die operative Wende im Kerngeschäft steht weiterhin aus. Die im Oktober 2025 gestartete zweite Tranche der Kapitalerhöhung benötigt vor allem eines: stabile Führung. Ein erneuter Machtwechsel gefährdet das mühsam zurückgewonnene Vertrauen von Banken und Investoren.

Instabilität als Risiko

Sollte Hiller tatsächlich gehen, wäre dies nach Marcus Pöllinger (bis Oktober 2024) bereits der dritte CEO-Wechsel seit Mitte 2024. Diese Instabilität kommt zur Unzeit. Analysten stufen die Aktie weiterhin als hochspekulativ ein. Technisch bleibt der Titel im Bereich der 3-Euro-Marke gefangen.

Eine offizielle Verkündung wird zeitnah erwartet, möglicherweise noch vor dem Wochenende. Für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben muss der Aufsichtsrat schnell Klarheit schaffen – und vor allem eine Lösung präsentieren, die nicht nur personell, sondern auch strategisch überzeugt.

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