Die BayWa-Aktie legte heute kräftig zu – und das ausgerechnet an jenem Tag, an dem die Staatsanwaltschaft München Durchsuchungen bei ehemaligen Vorstandsmitgliedern durchführte. Der Markt scheint die juristischen Ermittlungen als überfälligen Schlussstrich unter ein dunkles Kapitel zu werten.

Staatsanwaltschaft durchsucht Privaträume

Die Münchner Staatsanwaltschaft bestätigte heute Durchsuchungen im privaten Umfeld ehemaliger BayWa-Vorstände. Der Verdacht: Falschdarstellung der Konzernlage und Bilanzschönung im Jahr 2024. Die Geschäftsräume des Unternehmens waren nicht betroffen. BayWa versicherte vollständige Kooperation mit den Behörden.

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Die Reaktion des Marktes überraschte. Statt Kursverlusten verzeichnete die Aktie ein Plus von 10,60 Prozent auf 4,23 Euro (Xetra, 10:43 Uhr). Händler sprachen von Erleichterungskäufen – Anleger interpretieren die Aufarbeitung offenbar als notwendigen Reinigungsprozess, der dem neuen Management freie Bahn verschafft.

Führungswechsel ebnet Sanierungsweg

Der heutige Kurszuwachs reiht sich in eine Phase radikaler Umgestaltung ein. Erst am 9. Januar wurde Vorstandschef Frank Hiller mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden – offiziell wegen unterschiedlicher strategischer Auffassungen. Seither führt ein dreiköpfiges Team den hoch verschuldeten Konzern, in dem Sanierungsexperte Michael Baur eine zentrale Rolle spielt.

Die positive Marktreaktion deutet darauf hin, dass Investoren eine klare Trennlinie zwischen Altlasten und dem unbelasteten Sanierungsteam ziehen. Das bis 2028 angelegte Restrukturierungsprogramm steht nun im absoluten Fokus.

Zahlen im März als Bewährungsprobe

Am 26. März folgen die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Diese Veröffentlichung wird zeigen müssen, ob die eingeleiteten Maßnahmen und erste Unternehmensverkäufe messbare Fortschritte beim Schuldenabbau bringen. Für das neue Führungstrio wird es die erste harte Bewährungsprobe.

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