BayWa Aktie: Analysten bleiben bullish
Der überraschende Abgang von CEO Frank Hiller sorgt weiter für Unruhe beim Münchener Mischkonzern. Während die Stammaktie am Dienstag nachgibt, setzen Analysten ein unerwartetes Zeichen der Zuversicht. Baader Helvea bestätigt trotz des Führungsvakuums die Kaufempfehlung und liefert dafür eine klare Begründung.
Kursrutsch und Gegenwind
Vier Tage nach der Ad-hoc-Mitteilung verarbeiten die Märkte den Führungswechsel weiterhin negativ. Die weniger liquide Stammaktie verliert im Vormittagshandel rund 2,65 Prozent und notiert bei 16,50 Euro. Hiller musste das Unternehmen aufgrund "unterschiedlicher Auffassungen über die Strategie" mit sofortiger Wirkung verlassen – ein Schritt, der bei Anlegern Fragen zur Stabilität des Sanierungskurses aufwirft.
Experten sehen Kaufchance
Trotz der Turbulenzen in der Chefetage stellen sich die Analysten von Baader Helvea gegen den negativen Trend. Sie bestätigten am Dienstag ihr "Buy"-Rating. Das ausgegebene Kursziel von 6,00 Euro bezieht sich zwar auf die liquidere vinkulierte Namensaktie (aktuell ca. 3,44 Euro), die Bestätigung sendet jedoch ein wichtiges Signal für den Gesamtkonzern. Die Kernaussage der Experten: Die operative Sanierung ist nicht zwingend an die Person des CEO gebunden und dürfte fortgesetzt werden.
Der Aufsichtsrat hat die Aufgaben Hillers vorerst auf die Vorstandsmitglieder Michael Baur (CRO), Matthias J. Rapp (CFO) und Marlen Wienert verteilt. Marktbeobachter interpretieren dies als klaren Fokus auf die Exekution bestehender Pläne statt auf die Entwicklung neuer Visionen.
Fokus auf Cefetra-Verkauf
Entscheidend für die kurzfristige Entwicklung ist der Zeitplan der Restrukturierung. Ein zentraler Pfeiler zum Schuldenabbau ist der Verkauf der Tochter Cefetra. Der formelle Vollzug (Closing) wird noch für das laufende erste Quartal 2026 erwartet. Die Bestätigung durch Baader Helvea deutet darauf hin, dass der Kapitalmarkt den internen Machtkampf nicht als Gefahr für diesen essentiellen Desinvestitionsschritt wertet.
Der Erfolg des Sanierungsplans hängt nun an zwei konkreten Faktoren: Zum einen muss der Cefetra-Verkauf im ersten Quartal 2026 reibungslos über die Bühne gehen, um dringend benötigte Liquidität zu sichern. Zum anderen muss das verbliebene Vorstandstrio beweisen, dass die neue Ressortverteilung tragfähig ist, um die Stammaktie dauerhaft über der charttechnischen Unterstützung von 16 Euro zu stabilisieren.
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