Die Lage spitzt sich dramatisch zu: Ein Umsatzeinbruch um 22 Prozent, gestrichene Jahresprognosen und ein gescheiterter Asset-Verkauf treiben den Münchner Mischkonzern immer tiefer in die Krise. Die Aktie notiert bei mageren 2,50 Euro – und ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.

Frontalangriff auf die Bilanz

Die Zahlen für die ersten neun Monate 2025 schockieren: Der Konzernumsatz stürzte von 12,3 auf nur noch 9,6 Milliarden Euro ab. Verantwortlich dafür sind vor allem:

  • Massive Preisrückgänge an den Rohstoffmärkten
  • Erzwungene Verkäufe von Beteiligungen zur Liquiditätssicherung
  • Ausbleibende Trendwende in der operativen Profitabilität

Das EBIT verharrt tief im Minus – allein im ersten Halbjahr türmte sich ein Verlust von über 250 Millionen Euro auf. Der Titel ist damit klar im Abwärtstrend gefangen.

Cefetra-Desaster bremst Sanierung aus

Der Verkauf der niederländischen Tochter Cefetra sollte die Wende bringen – doch der Deal platzte. Der ursprüngliche Käufer konnte die Finanzierung nicht stemmen, nun muss BayWa neue Investoren suchen. Solange das Geld nicht fließt, fehlt ein zentraler Baustein im Entschuldungsplan.

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Immerhin: Der Verkauf der RWA-Anteile brachte 176 Millionen Euro in die Kasse. Die kürzlich abgeschlossene Kapitalerhöhung spülte weitere 179 Millionen Euro brutto herein – bei einer Zeichnungsquote von 89 Prozent. Doch der Schuldenberg von über fünf Milliarden Euro lastet weiter erdrückend auf der Bilanz.

Trump-Risiko trifft Erneuerbare Energien

Doch es kommt noch dicker: Die Tochter BayWa r.e., eigentlich als Hoffnungsträger gedacht, gerät unter politischen Beschuss. Die angekündigte Energiepolitik unter Donald Trump droht Förderungen für erneuerbare Energien radikal zu kappen. Das Ergebnis? Der Vorstand zog die Prognose für das Segment – und damit für den Gesamtkonzern – komplett zurück. Anleger tappen im Dunkeln.

Hochspekulatives Papier in Extremlage

An der Börse spiegelt sich die existenzielle Bedrohung im Kurs wider. Bei 2,50 Euro notiert die Aktie nur noch einen Bruchteil früherer Bewertungen. Jede Nachricht über Verhandlungen oder neue Finanzierungslücken löst sofortige Kursausschläge aus.

Ohne erfolgreichen Cefetra-Verkauf und operative Stabilisierung im Kerngeschäft bleibt das Risiko akut. Die Kapitalerhöhung verschafft eine Atempause – mehr nicht. Solange keine harten Fakten in Form abgeschlossener Deals und reduzierter Schulden vorliegen, bleibt BayWa ein hochspekulatives Papier in einer tiefgreifenden Sondersituation.

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