Bayer Aktie: Wichtige Weichenstellung
Nach einer beeindruckenden Kursverdopplung innerhalb von zwölf Monaten legt die Bayer-Aktie am heutigen Freitag eine Atempause ein. Während Investoren nach der Rallye erste Gewinne mitnehmen, spitzt sich die Lage fundamental zu: Analysten streiten über die Wachstumsaussichten und am kommenden Dienstag steht eine richtungsweisende Entscheidung des US Supreme Court an.
- Aktueller Kurs: 41,56 € (-1,26 %)
- Performance 12 Monate: +100,46 %
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -1,55 %
- 52-Wochen-Tief: 19,93 €
Analysten uneins über Patent-Zukunft
Die Marktteilnehmer müssen derzeit extrem gegensätzliche Bewertungen einordnen. MWB Research sieht weiterhin enormes Potenzial, stufte das Papier auf „Buy“ hoch und rief ein Kursziel von 54 Euro aus. Die Experten zeigen sich zuversichtlich, dass der Konzern die anstehenden Patentabläufe beim Medikament Xarelto kompensieren kann.
Die Schweizer Großbank UBS hält dagegen an ihrem „Neutral“-Votum fest. Analyst Matthew Weston warnt vor tiefgreifenden Risiken:
* Schwache Prognose: Er sieht für Bayer bis 2031 die geringsten Wachstumschancen im europäischen Pharma-Vergleich.
* Generika-Druck: Trotz neuerer Hoffnungsträger wie Nubeqa und Kerendia drohen durch Patentverluste bei den Umsatzbringern Eylea und Xarelto empfindliche Einbußen.
* Sektor-Alternative: Die UBS favorisiert im aktuellen Marktumfeld klar Konkurrenten wie AstraZeneca.
Operative Defensive steht
Um die drohenden Umsatzlücken zu schließen, feierte der Konzern im Dezember einen wichtigen Etappensieg. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde empfahl die Zulassung für die hochdosierte 8-mg-Variante des Augenmedikaments Eylea. Dieser Schritt ist strategisch essenziell, um die Marktführerschaft gegen günstigere Generika länger zu verteidigen.
Spannung vor US-Gerichtsentscheid
Für kurzfristige Volatilität dürfte der kommende Dienstag, der 20. Januar, sorgen. Der US Supreme Court entscheidet darüber, ob er den Glyphosat-Fall „Durnell“ zur Verhandlung annimmt. Marktbeobachter werten diesen Termin als potenziellen Katalysator: Eine Annahme des Falls könnte die Bewertung der verbleibenden Rechtsrisiken in den USA maßgeblich beeinflussen.
Chartbild trübt sich ein
Trotz der starken Jahresperformance von fast 10 Prozent seit Januar sendet die Charttechnik Warnsignale. Im Kursverlauf bildete sich zuletzt ein „Bearish Engulfing“-Muster. In Kombination mit dem heutigen Rücksetzer auf 41,56 Euro deutet dies auf ein erhöhtes Risiko für eine kurzfristige Konsolidierung hin.
Anleger blicken nun gespannt auf den Dienstag. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA wird zeigen, ob die Aktie ihre beeindruckende Rallye fortsetzen kann oder ob die Rechtsunsicherheiten erneut in den Vordergrund rücken.
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