Starke Gegensätze prägen das Bild der Bayer-Aktie im März 2026. Einerseits hat der Konzern seine Jahresziele für 2025 eingehalten, andererseits drücken ein negativer Cashflow-Ausblick und ungelöste Rechtsrisiken auf die Stimmung. Rund 21 Prozent liegt der Kurs mittlerweile unter dem Februarhoch von 49,17 Euro — und der RSI von knapp 20 signalisiert, dass die Verkaufswelle erheblich war.

Belasteter Ausblick trotz solider Umsätze

Die Zahlen für 2025 selbst fallen zweischneidig aus. Der Konzernumsatz wuchs währungsbereinigt um 1,1 Prozent auf 45,6 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA sank jedoch um 4,5 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 3,6 Milliarden Euro — belastet durch Sonderaufwendungen für Rechtsstreitigkeiten.

Für 2026 erwartet Bayer einen negativen freien Cashflow von bis zu minus 2,5 Milliarden Euro, da allein rund 5 Milliarden Dollar an Auszahlungen für Rechtsstreitigkeiten eingeplant sind. Die Nettoverschuldung dürfte dadurch auf 32 bis 33 Milliarden Euro klettern. Das EBITDA-Ziel liegt zudem unterhalb der mittleren Analystenschätzung — kein Wunder also, dass der Kurs nach der Ergebnisveröffentlichung anfänglich um bis zu 7,7 Prozent einbrach.

Glyphosat: Vergleich genehmigt, Risiko bleibt

Was den Kursverlust letztlich auf 2,4 Prozent begrenzte, war eine parallele Meldung: Ein US-Gericht erteilte Anfang März dem vorgeschlagenen Glyphosat-Klassenvergleich über 7,25 Milliarden Dollar die vorläufige Genehmigung. Noch immer stehen Bayer rund 65.000 Klagen gegenüber. Erste Klägergruppen haben bereits Widerstand gegen den Vergleich angekündigt.

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Rückenwind kommt von politischer Seite: Die US-Regierung unter Präsident Trump hat sich klar hinter Bayer gestellt — Solicitor General Sauer reichte beim Supreme Court einen Amicus Brief ein. Ob das reicht, entscheidet sich voraussichtlich im Juni. Reicht die Supreme-Court-Entscheidung im Durnell-Fall aus, um einen Großteil der verbleibenden Klagen auszuhebeln? Analyst Sebastian Bray von Berenberg, der das Kursziel bei 40 Euro und das Rating auf Hold belässt, sieht darin die entscheidende offene Variable — positiv wie negativ.

Dichter Kalender im April

Auf der Habenseite stehen Fortschritte im operativen Geschäft: Das Corn-Seed-Geschäft der Crop-Science-Sparte legte 2025 um 13,2 Prozent zu, im Pharmabereich erhielt Finerenon Anfang 2026 eine positive CHMP-Empfehlung für Herzinsuffizienz-Patienten in der EU. Das Restrukturierungsprogramm soll zwei Milliarden Euro an Einsparungen bringen.

Der April wird zum Schlüsselmonat: Am 24. findet die Hauptversammlung statt, auf der eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie vorgeschlagen wird, am 27. folgt die Supreme-Court-Anhörung. Die Entscheidung wird für die zweite Junihälfte erwartet — und dürfte die Richtung der Aktie für den Rest des Jahres maßgeblich bestimmen. Die Quartalszahlen folgen am 12. Mai 2026.

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